Viele bunte Glückwünsche: Weniger Mathe, mehr Sport. Kein Unterricht in der sechsten Stunde. Die vielen Zettel an den Luftballons tragen die Wünsche von Kindern und Lehrern. Foto: kathrin Kohnke

Schule feiert die Vier vor dem Komma

Unterhaching - Mit einer Abschlussgala endet die Feier zum 40. Geburtstag des Lise-Meitner-Gymnasiums

„Wahlunterricht hört sich an wie Qualunterricht“: Mit solchen Feststellungen hatten Lydia und Laura, zwei Schülerinnen des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMGU), das Publikum schnell auf ihrer Seite. Die Jung-Moderatorinnen führten im Chaostheater keck durch vier Jahrzehnte des Gymnasiums. Zwei Projekttage mit Sommerfest und Abendgala beendeten das Festjahr. Jede Menge Gratulationen flatterten via Luftpost: aus Schülerhänden, per Luftballon mit Kärtchen. 200 Glückwünsche entschwanden in die Nacht.

Persönlich gratulierte auch Bürgermeister Wolfgang Panzer als Vorsitzender des Zweckverbands: „Ich wünsche dieser Einrichtung, dass sie nie nur ein Ort der puren Wissensvermittlung sein möge, sondern ein Ort der Entfaltung, der Integration und der Lebensfreude“. Biologielehrerin Bettina Guist war 1971 selbst Schülerin in einer der ersten fünften Klassen und kehrte später als Lehrerin zurück. Ihr Wunsch sei es, dass sich die Schüler hier ebenso wohl fühlten wie sie. Elternbeirat Richard Ruf erhoffte sich auch zukünftig „Eltern, die sich mit Augenmaß einmischen“.

Pragmatischer Natur hingegen die Äußerungen der Schüler: weniger Latein und Mathe, aber mehr Sport und Kunst. Erste und sechste Stunde könnten öfter ausfallen. „Wenn man genau hinsieht, haben sich die Belange der Schüler in den 40 Jahren gar nicht so sehr verändert“, beobachtete Brigitte Grams-Loibl. Speziell für das Jubiläum hatte sich die Schulleiterin nochmals die Jahresberichte vorgenommen und festgestellt: Nach wie vor seien gemeinschaftliche Aktionen wie Landschulheim oder Skilager wichtige Themen.

Natürlich sei das Angebot der Schule stetig erweitert worden. Den Wandel der Zeit verdeutlichen die Jahresberichte: So hatte der erste Bericht 28 Seiten, war mit der Maschine getippt und besaß einen schlichten blauen Einband. Drei Lehrer plus Aushilfen und Referendare unterrichteten 144 Mädchen und Buben in vier Parallelklassen. Die aktuelle Chronik ist 327-seitig, hat Farbfotos und einen Hochglanzeinband. 120 Pädagogen sind heute für die rund 1400 Schüler zuständig. Kathrin Kohnke

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