Reif für eine Studioaufnahme: Tim und Isabelle singen „No matter where you are“. Foto: sab

Schulkonzert am Gymnasium: Wassermusik auf der E-Gitarre

Haar - Von Händels Wassermusik bis zu „Highway to hell" von AC/DC, dazwischen viele Song-Charts, reichte das Programm des Sommerkonzerts der Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums. Der donnernde Schlussapplaus bewies: Das Konzept funktioniert.

Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Zuhörer belohnten die Schüler mit Jubel-Pfiffen, Johlen und manchmal auch kaum endenden Applaus. Welche Stücke gespielt werden, bestimmten die Lehrer. Georg Grabmair, seit drei Jahren Musiklehrer am EMG, setzte auf Händels Wassermusik. Für das barocke Stück hat er das Oberstufen-Instrumentalensemble extra ins Leben gerufen. „In den drei Jahren, seit ich an der Schule bin, gab es kein Oberstufenensemble mehr, das geht ja gar nicht.“ Und da habe er halt eines gegründet.

Aktuell sind es sechs Schüler an Cembalo, Klavier, Querflöte und Violine. Und eben auch mit Christian Forster der junge Mann, der auf der E-Gitarre Wassermusik spielt. „Man gewöhnt sich dran“, sagt der 17-Jährige mit einem Lachen.

Mit jedem Stück stieg das Alter der Musiker an. Der neunköpfige, ausschließlich weibliche Unterstufenchor unter Leitung von Ursula Benz sang „Musica Dei“ und „Stadt“ von Adel Tawil. Im Anschluss griff die Schul-Band in die Saiten, beginnend mit „Highway to hell“ und Frontman Tom aus der Klasse 5f. Eigentlich gibt es „die“ Band gar nicht, denn jedes Stück, wie „Thank you very much“, „One last time“, „Wake me up when September ends“ oder „Not the only one“ wurde in verschiedenen Be- und Zusammensetzungen gespielt. Die Drummer wechselten ebenso wie die Sänger, Gitarristen oder Pianisten.

Einzelne Interpreten hervorzuheben,ginge an der Grundintention eines solchen Sommerkonzerts vorbei. Es ist die Leidenschaft, die zählt. Die Hingabe, mit der jeder einzelne Schüler, egal an welchem Instrument, während seines Auftritts sein Bestes gibt und damit minutenlang zum Star wird.

Musiklehrer Hannes Peszko-Hogl weiß, wie er die Begeisterung aus seinen Schülern herausholt. Selbst ist er stets - in Musikerterminologie gesprochen - „con entusiasmo“ und „con animo“dabei und dirigierte sich unter komplettem Körpereinsatz die Seele aus dem Leib. Mit dem Erfolg, dass alle Chorschüler beim Singen glücklich aussehen und man ihnen den Spaß anmerkt.

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