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Ozonschwimmbad Riemerling: 4 statt 1,90 Euro ab September

Schulschwimmen wird massiv teurer

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Hohenbrunn - Großer Sprung: Ab September kostet das Schulschwimmen im Ozonschwimmbad doppelt so viel. Das passt nicht jedem.

Vier Euro sind ab September fürs Schulschwimmen im Riemerlinger Ozonschwimmbad zu entrichten. Denkbar knapp fiel diese Entscheidung im Hohenbrunner Gemeinderat aus – nämlich mit acht gegen sieben Stimmen. Die CSU-Fraktion stimmte geschlossen gegen eine Gebührensteigerung in dieser Höhe.

„Am Schwimmbad hat sich nichts geändert, und jetzt würden wir mehr als das Doppelte beim Schulschwimmen verlangen“, sagte Rolf Scherbauer. 3,60 Euro anstatt bisher 1,90 Euro seien mehr als genug, meinte die CSU-Fraktion. Deren Chef Anton Fritzmaier verwies darauf, dass das Ottobrunner Phönix-Bad vier Euro fürs Schulschwimmen in Rechnung stelle. „Das ist ein ganz anderes Schwimmbad für diesen Preis.“ Eine moderate Erhöhung auf 3,60 Euro sei zu unterstützen. 

Helga Seybold-Herweg äußerte zudem die Befürchtung, dass die eine oder andere Gemeinde abspringen werde, „weil Hohenbrunn so unverschämt den Betrag erhöht“. 

Kein Verständnis zeigte Pauline Miller (Bürgerforum) für dieses Argument. Schließlich seien die Gemeinden gefragt worden, ob sie eine solche Erhöhung mittragen würden. „Und da wurde uns ein Wort von vier Euro zugesagt. Warum sollten wir das also nicht machen?“ 

Und Alfred Rietzler (Grüne) glaubt: „Wenn den Gemeinden das Schulschwimmen wichtig ist, wird sich niemand gegen vier Euro wehren.“ Selbst 5,90 Euro – der Betrag für den kostendeckenden Betrieb des Bades – wären in den Augen seiner Fraktionskollegin Martina Kreder-Strugalla machbar. Schließlich hätte Hohenbrunn viel Geld in die Hand genommen, um das Ozonschwimmbad weiter betreiben zu können. Die Erhöhung „bringt keine der Nachbargemeinden um.“ 

Aus dem Hohenbrunner Gemeinderat  war mehrmals der Wunsch laut geworden, die Gebühren anzupassen, wenn möglich, weitestgehend kostendeckend. Begründet wurde dies damit, dass die Kommune den Weiterbetrieb des veralteten Hallenbades durch Instandhaltung gewährleistet hat. Kämmerin Nadja Marx stellte daraufhin eine Kalkulation zusammen, die Gesamtkosten von 3,14 Millionen Euro zeigte. In dieser Summe sind die Kosten für die nächsten Jahre sowie zum Auffangen der Unterdeckung aus den vergangenen vier Jahre eingerechnet.

Aus diesem Betrag ermittelte Marx auch die Kosten fürs Schulschwimmen. Kostendeckend wäre demnach eine Gebühr von 5,90 Euro. Doch eine Erhöhung auf diesen Betrag empfand auch die Verwaltung als schwierig.

wjr

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