Schulsozialarbeit an Hauptschule wird kommunalisiert

Taufkirchen - Die Gemeinde Taufkirchen reagiert auf Klagen der Hauptschule über überforderte Schulsozialarbeiter des Kreisjugendrings. Künftig will sie Auswahl und Anstellung der Sozialpädagogen selbst übernehmen.

Belastbarkeit, Verbindlichkeit und Organisationstalent – das sind Qualitäten, die ein Schulsozialarbeiter an der Hauptschule Taufkirchen laut Rektorin Gabriela Heckenstaller dringend braucht. Viele der Schüler stammen aus sozial schwachen oder zerrütteten Verhältnissen, so dass die Schulsozialarbeiter „die Familie zum Teil ersetzen müssen“, so Rektorin Gabriela Heckenstaller.

Doch mit den Schulsozialarbeitern, die der Kreisjugendring (KJR) als aktueller Träger bisher an die Schule entsandte, hatte die Hauptschule kein Glück. Laut Heckenstaller wurden Absprachen nicht eingehalten, die Kommunikation verlief unglücklich und einige Sozialpädagogen kündigten schon nach kurzer Zeit wieder, weil sie überfordert waren.

„Die Probleme, die wir mit den Schulsozialarbeitern haben, liegen nicht an der Qualität der Arbeit des Kreisjugenrings“, stellte Heckenstaller klar, als sie nun ihre Sorgen im Kulturausschuss des Taufkirchner Gemeinderats vortrug. Die Sozialarbeit an der Hauptschule sei ein „forderndes Arbeitsfeld“ und die Personalauswahl für den KJR sicher nicht leicht, betonte sie.

So wie bisher will die Hauptschule aber nicht weitermachen. Heckenstaller trug im Ausschuss das Anliegen vor, dass die Gemeinde künftig Auswahl und Anstellung der Sozialpädagogen übernimmt. „Es wird besser funktionieren, wenn die Wege kürzer sind“, so die Rektorin.

Der Kulturausschuss kam dem Anliegen nach: Er fasste den Beschluss, die Schulsozialarbeit so bald wie möglich zu kommunalisieren. An der Hauptschule gibt es derzeit vier derartige Stellen. Für diese wird die Kommune nun selbst geeignete Bewerber suchen. Änderungen bei den Kosten ergeben sich daraus nicht: Kommune und Landkreis tragen je die Hälfte.

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