Schwaacks Comeback macht Hoffnung

- Bis zum ersten Punktspiel wieder topfit

Unterhaching - Trainingsfreie Zeiten sind selten bei den Volleyballern des TSV Unterhaching, und so war ihnen die kleine Übungspause nach der Rückkehr vom Conrad Classic-Turnier in Almelo höchst willkommen. Dass sie die drei Tage auch richtig genießen durften, dafür hatten sie selbst gesorgt. "Mir war wichtig, dass wir den Spaß am Volleyball wieder finden und das auch nach außen zeigen", beschrieb Co-Trainer Thomas Schneider, der seinen im Kurzurlaub weilenden Chef Mihai Paduretu auf der Bank vertrat, sein Hauptanliegen beim Auftritt in den Niederlanden.

Im letzten Punktspiel des alten Jahres hatten sich die Hachinger mit einem 0:3 gegen Wuppertal den Spaß selber gründlich verdorben. Beim anschließenden Kräftemessen mit der internationale Konkurrenz machten sie diese Heimschlappe wieder fast vergessen, und das nicht zuletzt dank jener beiden Spieler, die gegen Wuppertal gar nicht zum Zuge gekommen waren: Johannes Liegsalz und Patrick Schwaack.

Schwaack feierte in Almelo nach überstandenem Zehenbruch eine überzeugende Rückkehr ins Team. Der 22-Jährige betätigte sich zwar vorläufig nur auf der Libero-Position, durfte aber immerhin verkünden: "Das konnte ich uneingeschränkt spielen. Und beim Einschlagen bin ich schon ein bisschen gesprungen." Die wichtigste Erkenntnis dabei: "Der Fuß hat gehalten." Und so ist Schwaack überzeugt davon, bis zum nächsten Punktspiel am 17. Januar in Mendig wieder mitmischen zu können. "Bis dahin bin ich voll einsatzfähig." Wie wertvoll er für den TSV sein kann, zeigte er in Almelo nachdrücklich. "Nach sechs Wochen Pause war es ein gelungenes Comeback", verkündete er selbstbewusst, und wurde von Schneider in seiner eigenen Einschätzung bestätigt: "Der Patrick hat sehr gut angenommen und abgewehrt."

Schwaacks Comeback ist aber nicht nur wegen seiner individuellen Qualitäten enorm wichtig für den TSV. "Man braucht Alternativen, um in der Mannschaft Druck aufzubauen", so Schneider, der sich deshalb besonders über die herausragende Leistung von Johannes Liegsalz freute, der den zur finnischen Nationalmannschaft abgestellten Mika Pyrhönen auf der Diagonalposition blendend vertrat. "Er war in Almelo unser bester Mann. Vor allem hat er über alle fünf Spiele sehr beständig gespielt", lobt Schneider. Ob sich Liegsalz deshalb Hoffnungen machen darf, im neuen Jahr die Rolle des Edelreservisten abzulegen, ist angesichts der Stärke Pyrhönens zwar weiter fraglich, aber dennoch etwas wahrscheinlicher geworden. "Er ist ja nicht nur auf die Diagonalposition beschränkt", weist Schneider auf die Vielseitigkeit des 23-Jährigen hin, "sondern er kann auch annehmen." Damit scheint nicht nur der Spaß in die Reihen der Hachinger zurückgekehrt, sondern auch der Konkurrenzkampf. Und der kann dem Ziel, den derzeit sechsten Platz bis zum Ende der Vorrunde zu behaupten, nur förderlich sein.

Umberto Savignano

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