Legale Lagerung: So wie die Gewehre in einem Waffenschrank im KVR München muss eine ordnungsgemäße Lagerung von Schusswaffen aussehen.

Schwere Mängel bei Schusswaffen-Aufbewahrung

Landkreis - Das Landratsamt hat schwere Aufbewahrungs-Mängel bei Waffenbesitzern festgestellt. 90 Prozent der Kontrollierten in drei Gemeinden verwahrten Schusswaffen nicht ordnungsgemäß. Manche bunkerten Pistolen sogar unter Wäschebergen.

Als "Schwerpunktaktion" bezeichnet das Landratsamt die Inspektions-Aktion. Kontrolleure rückten am Samstag aus, um unangemeldet in der Stadt Garching sowie in den Gemeinden Ottobrunn, Unterhaching bei Waffenbesitzern zu klingeln - und nachzusehen, ob diese ihre Schusswaffen ordnungsgemäß verwahren. Von 167 aufgesuchten, trafen die Kontrolleure 82 an. Hauptziele waren Erben und so genannte Altbesitzer.

Das Ergebnis veranlasste die Behörde zu einem alarmierenden Fazit: Von „schweren und erheblichen Aufbewahrungsmängeln“ ist die Rede. Ganze 90 Prozent der angetroffenen Waffenbesitzer bewahrten sowohl Schusswaffen als auch Munition nicht ordnungsgemäß zuhause auf. Die Kontrolleure erlebten mitunter Kurioses: Sie fanden Pistolen unter Wäschebergen im Schrank und unterm Bett. Manche hatten ihre Feuerwaffen einfach in die Schublade gelegt, andere gar dekorativ an der Wand aufgehängt. Teilweise war die Munition gleich neben der Waffe ungesichert gelagert. Die Kontrolleure handelten sofort und stellten vor Ort insgesamt 22 Schusswaffen sicher.

Landrätin Johanna Rumschöttel ist von dem Ergebnis der Aktion "höchst beunruhigt". "Ich will wir gar nicht vorstellen, was passieren kann, wenn Kinder beim Spielen in Opas Kleiderschrank eine Schusswaffe gleich mit der dazugehörigen Munition finden", sagte die Landrätin.

Den nachlässigen Waffenbesitzern drohen jetzt empfindliche Sanktionen: Die Behörde kann Geldbußen bis zu 10 000 Euro. Wird den Betroffenen Vorsatz nachgewiesen sieht das Gesetz auch eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BMW zahlt Mitarbeitern erneut Mega-Prämie
Ein Vorarbeiter soll im BMW-Werk in Garching bei München seinen Mitarbeitern verboten haben, sich auf Türkisch zu unterhalten. Das Verbot betrifft offenbar nicht nur die …
BMW zahlt Mitarbeitern erneut Mega-Prämie
Trotz Ärgers: Kein Wachdienst mehr am Deininger Weiher
Die großen Seen im Münchner Landkreis werden auch in den kommenden Jahren von Wachdiensten kontrolliert. Mit einer Ausnahme: Am Deininger Weiher zieht der Landkreis die …
Trotz Ärgers: Kein Wachdienst mehr am Deininger Weiher
Bürger sagen Verkehr den Kampf an: So war es beim ersten Mobilitäts-Workshop
Mit einem Mobilitätskonzept will die Gemeinde Haar den Verkehr lindern – und dabei die Bürger einbinden. Bei einem Workshop brachten die Haarer ihre Ideen und …
Bürger sagen Verkehr den Kampf an: So war es beim ersten Mobilitäts-Workshop
Karin Radl verlässt überraschend Unterhachinger Gemeinderat
Überraschend hat SPD-Fraktionsvorsitzende Karin Radl (48)  im Gemeinderat bekannt gegeben, dass sie das Gremium verlasse.  Differenzen mit Parteikollegen oder dem …
Karin Radl verlässt überraschend Unterhachinger Gemeinderat

Kommentare