Seelsorgerische Arbeit begleiten und die Pfarrer entlasten

- Landkreis - Seit 38 Jahren bewähren sie sich als Organe zur Koordinierung des Laienapostolats. Und daran will das Erzbistum München und Freising auch weiterhin festhalten. Unter dem Motto "Aus Überzeugung kandidieren, wählen, mitmachen" ruft es am Sonntag, 12. März, zur Wahl der Pfarrgemeinderäte auf. Im südlichen Landkreis dürfen rund 61 000 Gläubige über die Besetzung der Gremien in 29 Pfarreien abstimmen.<BR>

<P>Neu an den diesjährigen Wahlen ist im Erzbistum, dass bereits 14-Jährige aufgerufen sind, ihr Kreuzerl zu machen. In den anderen sechs bayerischen Bistümern wurde das Wahlalter schon 2002 heruntergesetzt. Unverändert bleibt jedoch das passive Wahlrecht: Wer in den Pfarrgemeinderat - kurz PGR genannt - gewählt werden möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein.<P>Je nach Größe der Pfarrei kann eine bestimmte Anzahl an Katholiken in dieses Gremium gewählt werden. Den Gewählten steht es dann frei, weitere Personen nachzuberufen, die es zwar nicht in den Rat geschafft haben, aber bestimmte pastorale Felder abdecken, etwa in der Jugendarbeit.<P>Im Dekanat Ottobrunn hat sich eigens wegen der Pfarrgemeinderatswahl ein kleiner Ausschuss gebildet, der Informationen zum Procedere veröffentlicht und den Pfarreien helfend zur Seite steht. Ziel ist es in erster Linie, die Katholiken auf die Notwendigkeit der aktiven Teilnahme hinzuweisen. "Wir wollen aufzeigen, wie wichtig die Pfarrgemeinderatsarbeit vor Ort ist", sagt der stellvertretende Dekanatsratsvorsitzende Helmut Hopmann aus Ottobrunn. So sollen die Laiengremien die seelsorgerische Arbeit in den Pfarreien begleiten und die Pfarrer entlasten. Zudem verspricht sich die Kirche auf diese Weise verstärkten Zugang zu den Bedürftigen.<P>Der Sozialethikprofessor und Diözesanratsvorsitzende Alois Baumgartner betont, dass sich die Kirche nicht als Dienstleistungsunternehmen, sondern als Glaubensgemeinschaft verstehe. Aus diesem Grund sei es auch notwendig, Menschen in den Pfarrgemeinden zu finden, die sich aktiv am Pfarreileben engagieren: "Kirche bewegt sich und wird gestaltet, wenn Frauen und Männer, Junge und Alte sagen, was gesagt werden muss, tun, was getan werden muss, hoffen, was gehofft werden muss." Prominentester Verteidiger der Pfarrgemeinderatsarbeit ist der frühere Erzbischof und heutige Papst Benedikt XVI., der dieses Gremium als ein wichtiges Element in der Pfarreigemeinschaft bezeichnet hat. "Ihr Beitrag daran", so Joseph Ratzinger, "ist kaum noch wegzudenken."<P>Gesucht: Möglichst breiter Querschnitt <P>Laut Diözesanrat werden als Kandidaten keine Einzelkämpfer benötigt. Vielmehr solle das Miteinander gepflegt werden. Wichtig sei es, dass viele Gruppierungen aus der Pfarrei im Pfarrgemeinderat vertreten sein, jüngere und ältere Menschen aufgestellt werden sollen. So könne ein Querschnitt der Pfarrei im Gremium das Pfarreileben maßgeblich mitentscheiden. Nicht ausgeschlossen werden sollen auch Neubürger.sh/wjr<P>Weitere Informationen unter www.dioezesanrat-muenchen.de oder - für Jüngere - unter www.waehlenmit14.de.<P>

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