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Pfarrer Czeslaw Sajdak und Diakon Michael Ibler segneten 25 Pferde und ihre Reiter, ebenso wie zwei Gespanne.

Stephani-Ritt

Segen für Ross und Reiter

Kirchheim/Landsham - Sonne und Frühlingstemperaturen haben viele Landshamer und Kirchheimer zum Patrozinium in die Kirche St. Stephanus und zum Stephani-Ritt gelockt. Diakon Michael Ibler und Ruhestands-Priester Czeslaw Sajdak spendeten über 25 Pferden, zwei Gespannen sowie einem Tretauto mit vorgespanntem Schaukelpferd den Segen „für alle Geschöpfe Gottes auf dieser Erde“.

Aufgrund des großen Zuschauerzuspruchs beim vierten Stephani-Ritt kamen heuer auch die Veranstalter des Heimatvereins Pliening auf ihre Kosten. Traditionell findet am zweiten Weihnachtstag, dem Stephanitag, in St.Stephanus auch immer die große Feier für den Namensgeber der Kirche statt. Eng gedrängt saßen und standen die Gläubigen und verfolgten die Messe, die Pfarrer Czeslaw Sajdak und Diakon Michael Ibler sehr festlich mit Unterstützung durch die Blaskapelle Gelting zelebrierten. 

Plienings Faschingszug-Organisator Theo Sterzer nahm mit einem vierrädrigen Tretwagen mit vorgespannten Schaukelpferd und vielen Kindern an der Stephani-Segnung teil.

Anschließend ging’s vor die Kirche und man erwartete die Gespanne, Pferde und Ponys mit Reitern und Kutschern. Diese hatten sich auf dem Pferdehof des Reitvereins Selmerhof von Anton Jell getroffen. „Wir haben im Umkreis alle Pferdehöfe kontaktiert, denn im Gegensatz zu anderen Regionen gibt es bei unserer vierten Veranstaltung keine so große Tradition mehr, dass die Pferdebesitzer von alleine kämen“, sagt Heimatverein-Vorsitzender Stefan Seizl.

Im vergangenen Jahr waren die 15 Helfer des Vereins ob der sehr mageren Teilnehmerzahl und des geringen Zuschauer-Zuspruchs noch ziemlich frustriert, überlegten sogar, ob sie den Stephani-Ritt nur alle zwei Jahre durchführen sollten. „Aber wenn wir eine Tradition wieder beleben wollen, dann müssen wir das jedes Jahr machen – und heuer sind es schon drei Mal so viele Pferde wie 2014 und sehr viele Zuschauer!“

Diese ließen sich anschließend selbst gebackene Plätzchen schmecken, Schweinswürstel, Glühwein und Kaffee, wobei angesichts von fast 15 Grad auch Nachfragen nach einem kühlen Bier kamen. Bert Brosch

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