Sehr knappe Mehrheit für die Baumschutzverordnung

Grasbrunn - Grasbrunn bekommt eine Baumschutzverordnung. Dies hat der Gemeinderat in einer unerwartet ruhig verlaufenen Sitzung beschlossen.

Max Walleitner (Grüne) begründete zu Anfang noch einmal seinen Antrag. Und obwohl Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) anfangs um eine faire Diskussion gebeten hatte, griff Walleitner sofort die Gegner persönlich an. Axel Bornheimer (BfG) bezeichnete die Verordnung als „milde“ und prophezeite keine Probleme mit Ausnahmewünschen, von denen nur zwei pro Jahr abgelehnt würden.

CSU-Fraktionssprecherin Ursula Schmidt griff diese Steilvorlage auf, und fragte, ob sich für diese beiden Bäume der Aufwand lohne. Erst die von Walleitner geplante „Bevormundung der Bürger“ habe dazu geführt, dass eine Vielzahl von Bäumen in den vergangenen Tagen gefällt worden seien. Freien-Fraktionssprecher Hannes Bußjäger bezeichnete Walleitner als „politischen Panzerfahrer“ und bezichtigte ihn, die Ursache der Baumfällungen zu sein.

Ralf Wagner (Freie) warf Walleitner „fadenscheinige“ Argumentation vor und sieht einen enormen Bürokratismus kommen. Gegen den Frevel von Bauträgern möchte er anders vorgegangen wissen. Anja Jira (SPD) erzählte, dass innerhalb der SPD unterschiedliche Meinungen diskutiert worden seien. Trotzdem stimmte die SPD, inklusive Bürgermeister Klaus Korneder, für die Baumschutzverordnung.

Ganz im Gegensatz zu Ingrid Röser (Grüne), die gegen den Grünenantrag stimmte. Die kommissarische Bauamtsleiterin Jeanette Sonntag bestätigte Bußjäger auf Nachfrage, dass in der Verwaltung niemand wisse, wie viel Aufwand auf die Gemeindeverwaltung zukommen werde und dass es in der Gemeinde momentan auch niemanden gebe, der über die fachlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der Baumschutzverordnung verfüge.

Korneder bekannte, dass er der Verordnung kritisch gegenüber gestanden habe, glaubt aber trotzdem, dass es zukünftig kein „Politikum“ mehr bezüglich der Bäume gebe. Letztlich wurde die von Walleitner initiierte Verordnung mit den Stimmen von SPD und BfG denkbar knapp mit 10:9 Stimmen angenommen. Gegen den Grünenantrag sprachen sich nicht nur CSU und Freie aus, sondern auch die Grüne Ingrid Röser.

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