Seniorenzentrum im Gocklwirt

Unterföhring - Mit einer Mehrheit von 15:4 Stimmen hat der Unterföhringer Gemeinderat das überarbeitete Seniorenkonzept beschlossen.

Dagegen stimmten die CSU-Gemeinderäte und Grünen-Gemeinderat Johannes Mecke. „Die Idee, Demenzkranke im ersten Stock unterzubringen, ist weggefallen. Die Tagesstätte im Erdgeschoss ist das Einzige, was vom Seniorenkonzept übrig geblieben ist“, kritisierte Manfred Axenbeck (CSU), die Grünflächen im ehemaligen Biergarten hält er für zu klein. Die Senioren-Experten hatten die WG-Wohnungen aus dem Konzept gestrichen, weil es dafür eigentlich wenig Bedarf gebe. Auch Josef Ebert (CSU) hält den Standort an der stark befahrenen Münchner Straße für ungeeignet. Axenbeck empfahl: „Ich glaube wir finden einen schöneren Standort.“

Bürgermeister Franz Schwarz (SPD) hielt dagegen: „Wir sprechen hier von zehn Personen in der Tagespflege und dann haben wir einen Garten von 200 Quadratmetern.“ Sabine Fister verteidigte das Konzept als „insgesamt schlüssig“: „Es gibt keine Senioren-Wohngemeinschaft mehr, das ist das Einzige, was sich geändert hat.“ Unterföhring könne sich nicht immer auf den Nachbarn Ismaning verlassen und müsse die Tagespflege selber abdecken, sagte Zweiter Bürgermeister Thomas Weingärtner (SPD).

Johannes Mecke (Grüne) überzeugte das nicht: „Ich bin für die Tagespflege, aber nicht an diesem Ort.“ Bürgermeister Schwarz beendete die Diskussion: „Dann stimmen Sie einfach dagegen. Die Senioren gehören in die Mitte des Ortes.“ Die Verwaltung bereitet nun einen Architektenwettbewerb für den Umbau vor. Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ soll auf 1600 Quadratmetern ein Begegnungsort mit Tagespflege, seniorengerechten Wohnungen und Beratung entstehen. Angestrebt wird auch der Aufbau eines „Zentrums der Generationen“ mit offenen Angeboten. Insgesamt 15 Wohnungen mit 1,5- bis 2-Zimmern werden im ersten und zweiten Stock für Senioren und behinderte Menschen geschaffen, ausgestattet mit Hausnotrufsystemen. Auf beiden Stockwerken entstehen Aufenthaltsbereiche. Im Dachgeschoss sind Appartements für Mitarbeiter der Kita-Einrichtungen und der Altenpflege vorgesehen. Hier wird auch ein Raum für den künftigen Seniorenbeirat und eine Hausmeisterwohnung eingerichtet. icb

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