Die erste Eltern der neuen Schule? 200 Zuhörer kommen zum Infoabend und füllen den Saal in der Seidl-Mühle. Sie müssen bis zum 13. Mai entscheiden, ob sie ihr Kind am Gymnasium Ismaning anmelden. Foto: MIc

Im September beginnt der Unterricht im Gymnasium Ismaning

Ismaning - Die Eltern der Viertklässler müssen sich in diesen Tagen entscheiden: Im September sollen die ersten fünften Klassen des Ismaninger Gymnasiums starten.

Vom 11. bis 13. Mai laufen die Anmeldungen.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn ich gemeinsam mit ihren Kindern - sozusagen als Pioniere - hier beginnen und dann mit Ihren Kindern 2023 das erste Abitur bestreiten könnte“, blickte Alexander Volkmann voraus. Der Studiendirektor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Garching betreut die ab September in Containern nahe des Hallenbads installierten Vorläuferklassen des Gymnasium Ismaning.

Einen Tag nach der Info-Veranstaltung für die Anlieger (wir berichteten) hatte die Gemeinde die Eltern in den Saal des Kulturzentrums Seidl-Mühle gebeten, der war mit rund 200 Zuhörern fast bis auf den letzten Stuhl besetzt. „Die Schülerzahlen steigen derart rasant an, das hat man sich so noch vor fünf Jahren nicht vorstellen können. Jetzt kann es mit neuen Schulen oft gar nicht schnell genug gehen“, schilderte Richard Rühl die aktuelle Situation. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien Oberbayern Ost und ehemalige Schulleiter des Gymnasiums Kirchheim gratulierte den Ismaningern zu ihrer neuen Schule. In München seien für die nächsten drei Jahre 50 Container-Anlagen geplant, erst 2016 werde es wieder ein neues Gymnasium in Milbertshofen geben.

Unterföhringer Eltern rät er, ihre Kinder in Ismaning anzumelden. „Ich gehe mal davon aus, dass aus Ismaning und Unterföhring alle hier unterkommen“, rechnet Rühl mit vier Klassen mit maximal je 32 Schülern. „So groß sind die Container auch nicht.“ Diese stehen zwischen Hallenbad und Realschule, werden nach Abschluss der Sanierung der Mittelschule von den Gymnasiasten übernommen (wir berichteten).

Besagte Vorläuferklassen - fünfte Jahrgangsstufe im Jahr 2015/16; fünfte und sechste Jahrgangsstufe im Jahr 2016/17 - bestehen als Außenstelle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) in Garching. „Das WHG ist bis zur Inbetriebnahme des Gymnasiums Ismaning für den Schulbetrieb unserer Vorläuferklassen und auch für die diesbezügliche Anmeldung zuständig“, sagte Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich (SPD). Die Gemeinde werde dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für den Schulbetrieb stimmen.

Das Gymnasium erhält eine wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Ausbildungsrichtung sowie einen sprachlichen Zweig (in der Folge Englisch, Französisch/Latein, Spanisch). Ob und wie es ein offenes Ganztagskonzept und warmes Essen geben werde, hänge von der Zahl der Anmeldungen, also der Nachfrage ab, sagte Greulich.

Volkmann leitet und koordiniert die Vorläuferklassen. „Die Außenstelle ist eine günstige Variante. Sie fasst die Schüler am neuen Standort zusammen, und wir erhalten eine verlässliche Datenbasis, wie viele Schüler das neue Gymnasium besuchen werden“, erklärte der Mitarbeiter der WHG-Schulleitung. Er klärte die Eltern auf, wann welche Fächer gewählt werden können. Die ersten Lehrkräfte kommen vom WHG und bleiben dem zukünftigen Gymnasium als Kernteam erhalten. Die Verantwortlichen gehen von 30 bis 32 Pflicht-Wochenstunden für die Schüler aus. Volkmann plädierte für ein eigenes Sekretariat: „Wenn das Sekretariat nicht besetzt ist, merkt man das nach einer Minute, wenn der Schulleiter fehlt, merkt man das nach zehn Tagen.“

Anmeldungsfrist:

Wer sein Kind für die Vorläuferklassen in Ismaning (An der Torfbahn) anmelden will, kann dies am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching tun: am Montag, 11. Mai, Dienstag, 12. Mai, Mittwoch, 13. Mai, jeweils von 8 bis 12 Uhr: Eine erste Online-Datenerfassung unter www.whg-garching.de ist ab Freitag, 8. Mai, möglich.

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