Ist Sicherheit von Freiheit abhängig?

Neubiberg - Die Universität der Bundeswehr München untersucht die Akzeptanz von Sicherheitsmaßnahmen.

Durch den zunehmenden Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen bürgerlichen Freiheitsrechten und öffentlicher Sicherheit - zu Ungunsten der Freiheitsrechte. An diesem Trend lassen sich laut der Universität der Bundeswehr München Unterschiede feststellen, wenn es um die gesellschaftliche Akzeptanz von Sicherheitsmaßnahmen geht. Diesem Thema widmet sich das von Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Bundeswehr-Uni, geleitete und von der Bundesregierung geförderte Forschungsprojekt „Sicherheit im öffentlichen Raum“ (SIRA). Das Auftakttreffen des Verbundprojekts fand jetzt auf dem Campus statt.

Ziel des bis 2013 laufenden Projekts ist es, zu untersuchen, welche Faktoren die Akzeptanz beziehungsweise Ablehnung von Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum beeinflussen. Um diese Frage zu beantworten, werden Fallstudien in zwei Teilbereichen durchgeführt. Der erste beschäftigt sich mit Sicherheitsmaßnahmen im Personenluftverkehr („Luftverkehrssicherheit“), der zweite widmet sich der Erhebung und Speicherung von Daten durch staatliche Organe zur Herstellung von Sicherheit („Informationssicherheit“).

Zentrale These des Projekts ist, dass die Akzeptanz der Maßnahmen vom gesellschaftlichen Umfeld abhängig ist. Um den Einfluss der soziokulturellen Faktoren zu untersuchen, wird im Projekt ein theoretischer Rahmen entwickelt, der gleichzeitig Grundlage und Bezugspunkt für die empirischen Fallstudien ist.

SIRA wird im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit zwei Millionen Euro gefördert. Zum von Professor Masala koordinierten Forschungskonsortium gehören zwei Fraunhofer-Institute, mehrere universitäre Einrichtungen sowie ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Auf die drei an der Bundeswehr-Uni angesiedelten Teilprojekte entfallen rund eine Million Euro.

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