Keine Verhandlungssache: Der Zebrastreifen an der S-Bahn-Unterführung wird entfernt: Er ist zu gefährlich. Foto: fkn

Sicherheit geht vor

Taufkirchen - Ein unübersichtlicher Zebrastreifen muss trotz ILT-Protesten entfernt werden

Taufkirchen - Landratsamt und Polizei sprechen eine unmissverständliche Sprache: Weil er schlecht einsehbar ist, muss der Zebrastreifen westlich der S-Bahn-Unterführung am Köglweg aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Dieser Forderung ist der Taufkirchner Bauausschuss nachgekommen - und zwar mehrheitlich. Die ILT allerdings fühlte sich falsch informiert und katapultierte das Thema mit einem Antrag zurück in die große Runde des Gemeinderats. Vergeblich. Die Mehrheit blieb dabei: Der Übergang soll beseitigt werden.

ILT-Sprecher Karl-Heinz Hansen kritisierte, der Bauausschuss sei einer falschen Sachstandsschilderung aufgesessen. Er bezweifelte, dass die übergeordneten Behörden tatsächlich auf die Entfernung des Zebrastreifens pochen. Sein Fazit: „Die Zustimmung im Bauausschuss wurde unter falschen Voraussetzungen eingeholt.“ Seiner Lesart nach hatten Verkehrsexperten ausgesagt, der Übergang sollte entfernt werden: „Sollte“ sei aber kein „Muss“.

Thomas Beer (Bauverwaltung) wies die ILT-Kritik zurück und zitierte seinerseits aus einem aktuellen Schreiben der Polizei, die den Übergang ablehnt, „weil die Voraussetzung für einen Übergang nicht erfüllt sind“.

Die ILT ließ sich nicht überzeugen. Ilse Frömelt mahnte die Fürsorgepflicht der Gemeinde an, „weil Schüler diesen Weg benutzen“. Der Zebrastreifen dürfe nicht entfernt werden. Fraktionsvorsitzender Hansen berief sich auf einen Polizisten, der den Übergang vor vier Jahrenbefürwortet haben soll. Der Name des Mannes: Rieger. Herr Rieger, bitte melden.

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