Wer singt, ist gut in der Schule

Unterschleißheim - COG-Schüler zeigen zwei klasse Konzerte

Unterschleißheim - In den vergangenen Jahren ist einiges gewachsen, und das Ergebnis präsentierte sich nun in geballter Form auf der Bühne. Die Musikgruppen des Unterschleißheimer Carl-Orff-Gymnasiums (COG) füllten zwei Abende hintereinander den großen Saal des Bürgerhauses und boten dem Publikum beste Unterhaltung.

Über 100 Schüler standen im Laufe des Abends auf der Bühne mit dem Orchester, der Bigband, der Bigband-Klasse, dem aus der Chorklasse hervor gegangenen Unterstufenchor, der Tanzgruppe und dem Mittelstufentheater. Alle diese Gruppen arbeiten unter der Gesamtleitung des Musiklehrers Gabriel Keeser seit etwa einem Jahr auf diese Konzerte hin. Eine solche Aufführung hat es beim COG bisher noch nicht gegeben. „Das wird vorerst etwas Zweimaliges bleiben“, sagte Keeser über die beiden mit riesigem Aufwand organisierten Abende.

Mit seinen Gruppen stellte er ein zweieinhalbstündiges Programm zusammen, das spritzig, modern und frech war. Durch den ständigen Wechsel auf der Bühne bekam das Konzert zusätzliche Dynamik, war aber trotzdem eine stimmige Einheit mit rotem Faden. Unterlegt wurde das mitreißende Programm von teilweise witzigen Videosequenzen im Hintergrund der Bühne. Auch technisch nutzte das COG alle Möglichkeiten des Bürgerhauses aus. Gabriel Keeser ging es nicht darum, dem Publikum nur die Hochtalentierten unter seinen Schülern zu präsentieren. Alle Schüler der musikalischen Angebote sollten ihren Auftritt haben und vor Hunderten Zuschauern ihr Erlerntes demonstrieren. Aber auch in dieser Masse hat das COG ein beeindruckend hohes musikalisches Niveau in den verschiedenen Chören und Gruppen. Direktor Andreas Hautmann saß begeistert im Publikum und genoss die Aufführungen. „Wenn auf der Bühne fast so viele Schüler stehen wie im Publikum, dann geht einem das Herz auf“, sagte der Schulleiter.

Dabei dachte er etwa an das Lied „New York - Rio - Rosenheim“ von den Sportfreunden Stiller, bei dem die Bigband, die Bigband-Klasse sowie der Unterstufenchor gemeinsam auftraten. Er bedauert nur, dass es bei den fünften Klassen des kommenden Schuljahres nicht genug Anmeldungen gab für eine Chor-Klasse. Hautmann ist sehr stolz, dass die Jugendlichen sich wieder stärker musikalisch neben dem Pflichtunterricht engagieren. Mit der Einführung des G8 sei vieles zu Ende gegangen und erst in den vergangenen Jahren wieder schrittweise gewachsen. Hautmann kann auch den zukünftigen Generationen von Gymnasiasten diesen Weg empfehlen aufgrund seiner Erfahrungen: „Wer gut singen kann, ist meistens auch ein guter Schüler.“

Nico Bauer

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