Neuer Vorstand: Ralf Wagner, Markus Mende, Melanie Mende, Johann Göpfert jun., Thomas Schnitzenbaumer und Herbert Baumann (v.l.) wurden bei der Jahreshauptversammlung in den Vorstand gewählt. foto: rabe

Skurrile Einsätze für die Feuerwehr Harthausen

Grasbrunn - Die Harthauser Feuerwehr hat bei der Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender Ralf Wagner wurde in seinem Amt bestätigt, genau wie sein Stellvertreter Markus Mende.

Die Anzahl der Aktiven hat sich in den vergangenen 30 Jahren lediglich um 50 Prozent erhöht. Die Anzahl der Einsatzstunden jedoch in gerade einmal einem Drittel der Zeit verdoppelt. Darin wurden unter anderem fast 150 Einsätze absolviert, die teilweise fast skurril wirken, so beispielsweise wenn zwei Kinder im Backofen, ihr Spielzeug „erwärmten“.

Zu ungewohnter Popularität kam eine Entenfamilie im Gemeindegebiet Grasbrunn, die durch ihr Überqueren der Staatsstraße 2079 für einen mehrfachen Auffahrunfall, zwei Verletzte und rund 18 000 Euro Sachschaden sorgte. Im Einsatzbericht der Feuerwehr stand lapidar „Die Entenfamilie überlebte den Unfall nicht“.

Bürgermeister Klaus Korneder lernte, dass er beim Tag der Offenen Tür mit einem Teleskopgelenkmast auf 32 Meter hochgefahren worden war – und das obwohl er nach eigenem Bekenntnis „nicht schwindelfrei“ ist. Denn bis zu diesem Abend wusste er nicht einmal den Namen seines „Foltergerätes“.

Neben den Neuwahlen und dem Jahresbericht hatte Vorsitzender Ralf Wagner auch eine kritische Anmerkung in Richtung einiger Gemeinderäte gerichtet. Die Feuerwehr habe in der Vergangenheit keinen Luxus gefordert, sondern nur das was ihr gesetzlich zusteht und sie für ihre Arbeit dringend benötigt. Im Rechenschaftsbericht wurde eine Vielzahl von Aktivitäten und Schulungen aufgelistet, darunter auch eine geplante Motorsägenausbildung. Ob diejenigen, die jetzt im Kampf gegen die Baumschutzverordnung, ihre Bäume einfach umgesägt haben, auch daran teilnehmen werden – diese Frage blieb an diesem Abend unbeantwortet.

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