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30 Smilies für diesen Jahrgang

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Singen und musizieren mit Plastikbechern: Die Schulband mit dem Song „Rather be“. Foto: Gefö
Singen und musizieren mit Plastikbechern: Die Schulband mit dem Song „Rather be“. Foto: Gefö

Unterschleißheim - Erst ging es in die Kirche, dann gab es im Bürgerhaus jede Menge Lob. Die 101 Absolventen der Unterschleißheimer Therese-Giehse-Realschule wurden gestern mit einem breiten Rückenwind und den besten Wünschen verabschiedet.

Von den 101 Schülern in den vier zehnten Klassen haben genau 100 ihren Abschluss mit der Mittleren Reife erreicht. Rektorin Karin Lechner zeigt sich sehr zufrieden mit den Leistungen in der Breite wie in der Spitze.

50 Prozent gehen zur benachbarten FOS

So stand bei 16 Zeugnissen eine Eins vor dem Komma. In Unterschleißheim macht sich die in der Stadt angesiedelte erste FOS/BOS des Landkreises deutlich bemerkbar. Die Möglichkeit, von der Realschule aus das Abitur zu erreichen, strebt etwa die Hälfte der Absolventen an. Die andere Hälfte hat sich Ausbildungen zum Ziel gesetzt.

Humorvoll sprachen die Gäste aus der Kommunalpolitik und ermunterten die jungen Leute, sich Rückschläge nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. „Auch wenn es elf oder zwölf Schuljahre waren, in ein paar Jahren kräht kein Hahn mehr danach“, sagte Unterschleißheims Bürgermeister Christoph Böck, der sich über den prächtig voran schreitenden Neubau der Realschule freut. Später dankte ihm Rektorin Karin Lechner auch dafür, dass die Schule von der Stadt sehr gute Rahmenbedingungen bekomme. Die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche holte ihre Botschaft an die jungen Erwachsenen aus der Welt des Golfs: „Verbessern Sie ständig Ihr Handicap.“

Bei der kurzen Dankesrede der Schüler witzelte Sabrina Michl aus der Klasse 10d: „Wir sind fertig und die Lehrer mit den Nerven am Ende.“ Diesen Ball nahm Rektorin Karin Lechner auf und bedauerte den Abschied „ausgerechnet jetzt nach der physischen und psychischen Phase des Umbaus“. Sie amüsierte sich über die Generation, die sich unter Caps oder Kapuzen versteckt und Nachrichten bei „Whats-App“ mit 30 Smilies und 300 Ausrufezeichen verschickt: „Ihr hattet einen rabiaten Umgang mit Eurer Muttersprache, den Eltern und den Lehrkräften. Heute könnt ihr mit dem jahrelang gepredigten Umgangsgedöns etwas anfangen. Jetzt sprechen wir wieder eine gemeinsame Sprache und genau dann müssen wir euch verabschieden.“ Sie bezeichnete die Abschlussklassen als „sehr herzliche, freundliche und ganz liebe Schüler“. nb

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