Farbgewaltiger Realismus: Elisabeth Zander hat der Natur ihre schönste Seite abgelauscht. Foto: robert Brouczek

Wo der Sommer noch ein Sommer ist

Unterhaching - er Sommer ist da, und er bleibt. Zumindest auf den Bildern von Elisabeth Zander (75). Acryl- und Aquarellmalerei stellt die Künstlerin im Kubiz in Unterhaching aus.

Ihre Arbeiten besitzen eine Strahlkraft. Auf dem Doppelbild „Sommer“, bei dem sie zwei Leinwände nebeneinander gehängt hat, malt Zander die Jahreszeit in den schönsten Farben. Sonnenblumen und Lupinen, der Bildhintergrund zeigt ein sattes Gelb. Überwiegend Landschaften, Blumenmotive und die Natur im Jahreskreislauf verewigt die Malerin aus Obermenzing auf Leinwand. Sie bevorzugt naturalistische Darstellungen, sucht sich ihre Motive in der Umgebung. Gerne ist sie im Voralpenland unterwegs, häufig erkundet die Malerin den Ammersee und seine Umgebung. Die Münchner Maler des 19. Jahrhunderts sind ihre Vorbilder. „Mit meinen Bildern möchte ich für die Schönheit unserer Landschaft und ihre Blumen werben, zu beschaulich stillem Betrachten verführen“, lautet ihr Credo. Oft hat sie ihren Skizzenblock und eine Plastiktüte als Sitzunterlage dabei, wenn sie aus dem Haus geht.

Die Malerin stammt aus der Mark Brandenburg. Schon als Kind war sie von der Malerei fasziniert. Acht Jahre alt war es, als seine Eltern ihm einen Lehrer besorgten und es sich mit dem Tier- und Landschaftsmaler Johannes Breitmeier auf Motivsuche begab. Das Mädchen malte, was es draußen zu sehen bekam - Tiere, oder das, was im Garten wuchs. Die Malerei zieht sich wie ein roter Faden durch Zanders Leben. 1953 kam sie nach Westdeutschland, sie zog nach Würzburg und arbeitete 25 Jahre lang als freie Journalistin für die „Main Post“. Weil sie über lokale Künstler schrieb, bekam sie Zugang zur Kunstszene. Einige Maler nahmen sie mit zu Akt- und Landschaftskursen in die Akademie. 1982 zog sie nach München, und da in ihrer kleinen Wohnung kein Platz für Ölmalerei war, begann sie mit Aquarell. Viele Jahre feilte sie an der Technik, bis sie 1992 ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit zeigt. Seither hat Elisabeth Zander, die auch Aquarellkurse gibt, an mehr als 40 Ausstellungen teilgenommen. Ihrem Stil ist die Malerin treu geblieben. Auch in der Acrylmalerei. Wie bei Aquarell ist auch hier die „Farbe das Allerwichtigste“. bernadette heimann

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