Wer liebt wen und warum? Die Figuren schwanken zwischen Liebe und dem bloßen Spiel mit Gefühlen. Foto: Dieter Michalek

"Sommernachtstraum" bringt einen Hauch von Geheimnis ins nüchterne Bürgerhaus

Garching - „Fantastisch" trifft auf diesen Sommernachtstraum von Shakespeare wohl am besten zu, so wie er in Garching auf die Bühne kam.

Die Berliner Shakespeare Company brachte Leben und einen Hauch von Geheimnis ins nüchterne Garchinger Bürgerhaus, mit wallenden Stoffbahnen, zauberhaft schimmernden Kostümen und gut abgestimmtem Lichtspiel.

Die Darsteller schlüpften mühelos in verschiedene Rollen. Mal Elfe mal Giftzwerg, mal Handwerker mal dienender Kobold Puck, mal Verführer und mal Mann im Mond. Am laufenden Band wechselten Kim Pfeiffer, Elisabeth Milarch, Vera Kreyer, Michael Günther, Erik Studte und Oliver Rickenbacher die Rollen. Zum 450. Geburtstag von William Shakespeare wandelten die Akteure und das Publikum zwischen Traum und Wirklichkeit, befanden sich zwischen Wahrheit und Bedeutungslosigkeit oder zwischen Liebe und bloßem Spiel mit Gefühlen.

Vier unglücklich Verliebte geraten in einer Sommernacht in einen magischen Wald und es fällt ihnen immer schwerer einzuordnen, wer nun wen liebt oder auch nicht. Schuld daran sind der mächtige Elfenkönig Oberon mit seinen weiten Schwingen und seine schrille Frau Titania, die sich zwar lieben, aber dennoch gerade einen Ehezwist durchleben. Entsprechend unberechenbar sind die beiden, und zusätzliche Verwirrung stiftet der Kobolddiener Puck: Mit seinen magischen Kräften schickt er die verwirrten Verliebten durch einen Irrgarten der Gefühle und lockt sie mit vermeintlichen Paradiesen.

Unter der Regie von Doris Harder entstand ein amüsantes und spannendes Durcheinander. Gerade wenn man als Zuschauer fast den Überblick zu verlieren drohte, holte einen die Inszenierung wieder ab und führte zum eigentlichen Sinn der Handlung. Nur, um kurz darauf wieder einzutauchen in die Welt von balzenden Nachtvögeln, broüllenden Löwen und hübschen Bohnenblüten. Ein magisch-traumhafter Theaterabend. Als Zuschauer aus diesem Zauber erwacht, blieb die Wahl zwischen zwei Gefühlen: Erleichterung oder Bedauern, dass alles nur ein Traum war. Ein sehr intensivr Traum, dank guter Schauspieler in einer stimmigen Inszenierung. mf

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