Sony Ericsson verlässt Dornach

- Aschheim - Das Mobilfunkunternehmen Sony Ericsson, das sich im Firmenpark im Gewerbegebiet Dornach (Gemeinde Aschheim) niedergelassen hatte, zieht um. Der Konzern hat sich mit 150 Mitarbeitern im neuen Bürokomplex rund um die Wappenhalle am ehemaligen Flughafen München-Riem eingemietet.<BR>

<P>Von Dornach nach Riem ist es quasi ein Katzsprung. Nur die A 94 trennt beide Standorte. Während sich Michael Schwarz, Vorstand der SynergyOnline AG, der der Bürokomplex um die Wappenhalle gehört, freut, "trotz der schwierigen Vermarktungssituation bei Büroimmobilien mit Sony Ericsson einen Top-Player als Mieter begrüßen zu dürfen", hat Dornach den schwarzen Peter und einen Leerstand im Gewerbegebiet.<P>Dieter Eberhardt, 2. Vorsitzender des SPD-Ortsverein Aschheim/Dornach, sieht mit dem Wegzug des Mobilfunkunternehmens einen Trend bestätigt. An nahezu jedem Gebäude im Gewerbegebiet Dornach stehe eine Tafel "zu vermieten". "Das ist der schleichende Tod", sagt Eberhardt. Der Gemeinde gingen zunehmend Steuereinnahmen und Arbeitsplätze verloren. Dass die Mieten zu hoch sind und die Büroflächen deshalb nicht zu vermieten seien oder Sony Ericsson aus diesem Grund abwandert, daran glaubt der Gemeinderats-Fraktionschef nicht. "Die meisten Firmen haben langfristige Verträge. Als diese geschlossen wurden, waren die Mieten noch moderat."<P>SPD-Fraktionschef: viele Büros stehen leer <P>Laut dem Ring Deutscher Markler stehen im Großraum München rund zwei Millionen Quadratmeter Gewerbeflächen leer. Hinzu komme, dass "manche Flächen in Dornach nur pseudovermietet" sind, wie Eberhardt sagt. "Jemand hat sie zwar gemietet, aber die Räume stehen trotzdem leer."<P>Die Gemeinde Aschheim bleibt gelassen. Dass Firmen wie Sony Ericsson wegziehen, sei ein Einzelfall, sagt ein Gemeindesprecher. Aschheim und Dornach seien als Standorte weiter sehr begehrt.<P>Wenn Büroflächen leer stünden, dann zumeist in neu gebauten Objekten, die aufgrund der wirtschaftlichen Lage schwer zu vermitteln seien. "Vielleicht braucht Sony aber auch die Anschrift München im Briefkopf, weil das Unternehmen weltweit tätig ist", so die Auskunft der Gemeinde.oki<P></P>

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