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Christopher Redl beim Treffen des Asyl-Helferkreises in Garching.

Christopher Redl (29)

Das soziale Gesicht der Stadt Garching ist jetzt männlich

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Garching – Christopher Redl hat eine Ausbildung als Kinderpfleger und ein Studium der Sozialen Arbeit hinter sich; er hat in Krippen und Kindergärten gearbeitet, mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, für den Kinderschutzbund genauso wie beim Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft. Ach ja: Christopher Redl ist nicht etwa schon 56 Jahre alt, sondern erst 29.

Und all die Erfahrungen aus seinen bisherigen Jobs und Praktika soll er nun in seine neue Aufgabe einfließen lassen: als das soziale Gesicht der Stadt Garching.

Dabei weiß der Sozialpädagoge selbst am besten, wie groß die Fußstapfen sind, in die er tritt. Denn Redl hat zu Jahresbeginn die Stelle von Ingrid Stanglmeier übernommen, die jahrzehntelang im Rathaus gearbeitet hat und dort für den Bereich Soziales und Bürgernetz verantwortlich war.

„Frau Stanglmeier hat in Garching ein großes Netzwerk aufgebaut“, sagt Redl über seine Vorgängerin, die auf 450-Euro-Basis weiterhin für die Stadt tätig ist. „Für mich ist das sehr hilfreich, weil sie mir gerade in der Anfangszeit immer die richtigen Ansprechpartner nennen kann.“

Im Gegensatz zu Stanglmeiers 30-Stunden-Woche hat der 29-Jährige eine Vollzeitstelle inne – vor allem, weil die Anforderungen an seine Position stetig gewachsen sind. Er selbst sieht seinen Aufgabenbereich zweigeteilt. Erstens: „Ich will eine Anlauf- und Vermittlungsstelle für alle Bürger sein, die eine soziale Dienstleistung oder Beratung benötigen – von 0 bis 99 Jahren.“ 

Derzeit dominiert das Thema Asyl

Und zweitens sei es sein Ziel, mit den sozialen Einrichtungen vor Ort zu kooperieren und so ein soziales Netzwerk zu knüpfen. Die Palette reicht dabei vom Senioren- über den Integrations- und bis zum Behindertenbeirat; und dann sind da noch die Flüchtlinge. „Klar dominiert zurzeit das Thema Asyl“, sagt Redl, der aber betont: „Mir geht’s darum, ein Gleichgewicht zu schaffen. Ich will für jeden ein offenes Ohr haben.“ 

Von Garching selbst hat der Münchner bislang noch nicht viel gesehen. Vor seinem Amtsantritt war er „höchstens zwei-, dreimal“ in der Universitätsstadt. Sein erster Eindruck ist aber positiv: „Ich habe bislang viele gute Kontakte geknüpft.“ Überrascht gewesen sei er vom Andrang beim Helferkreistreffen: „Da sieht man, wie groß die Hilfsbereitschaft hier ist.“ 

Noch offen ist derweil, ob Christopher Redl – wie seine Vorgängerin – im Rathaus den Posten des Gleichstellungsbeauftragten übernimmt. Bei der Diskussion über den Stellenplan im Hauptausschuss des Stadtrats bezweifelte Werner Landmann (Grüne), dass ein Mann für dieses Amt geeignet wäre: „Das hielte ich für unglücklich.“ Derweil fand Joachim Krause (SPD): „Ein Mann als Gleichstellungsbeauftragter, das gibt es öfter. Und es gibt auch keinen Grund, warum das nicht so sein sollte.“ Der Betroffene selbst gibt sich bei der Frage pragmatisch: „Ich höre mir alles an und bin bereit, mich auf Sachen einzulassen."

Sprechzeiten

Die Sprechzeiten von Christopher Redl im Rathaus (Raum 2.27) sind von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und am Donnerstag zusätzlich von 15 bis 18 Uhr. Die Garchinger Bürger erreichen ihn auch unter Tel. 089/32 08 91 54, oder per E-Mail an christopher.redl@garching.de

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