Sozialhilfe: Zahl der Empfänger steigt

- Hohe Aufwendungen für Aussiedler

Landkreis (an) - Der Landkreis München wird im laufenden Jahr voraussichtlich 22,95 Prozent mehr für Sozialhilfe ausgeben. Im Entwurf des diesjährigen Haushaltsplanes sind 25,1 Millionen Euro eingestellt. 2003 waren es noch 20,4 Millionen Euro. DDer vorberatende Sozialhilfeausschuss des Kreises hat das Papier gestern einstimmig gutgeheißen und dem Kreistag empfohlen, den Haushalt abzusegnen.<P>Nach Angaben der für Sozialhilfefragen zuständigen Abteilung im Landratsamt München steigt die Zahl der Hilfeempfänger kontinuierlich an. Erhielten im Oktober 2002 noch 1321 Familien materielle Unterstützung, erhöhte sich die Zahl im Oktober 2003 auf 1475. Grundsätzlich könne man von mindestens "sieben bis zehn neuen Fällen pro Monat" ausgehen, berichtete die Abteilungsleiterin Monika Schretter.<P>Außergewöhnlich hoch steigt die Zahl hilfebedürftiger Ausländer. Die Aufwendungen für nicht-EG-Bürger und nicht-anerkannte Asylbewerber verdoppelt sich dem Haushaltsansatz zufolge innerhalb eines Jahres fast von 658.000 auf 1,1 Millionen Euro für 2004. Nahezu explodieren - um rund 800 Prozent - werden voraussichtlich die Ausgaben für Aussiedler, die sich nach ihrem Aufenthalt in Übergangswohnheimen im Landkreis niederlassen. Waren 2003 noch 30.000 Euro nötig, wird der Kreis in diesem Jahr laut Schretter 265.000 Euro aufbringen müssen. <P>Die Summe könnte gar noch erheblich steigen. Nach sich an der Einwohnerzahl orientierenden Vorstellungen der bayerischen Staatsregierung sind im Kreis München 1000 Wohnheimplätze bereitzustellen. Bislang gibt es gerade mal 150. Freilich ist zu berücksichtigen, dass dieser Posten nur einen kleinen Teil des gesamten Haushalts ausmacht. Für die Entwicklung macht das Landratsamt grundsätzlich die gegenwärtigewirtschaftliche Situation verantwortlich.<P></P>

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