Spaß mit viel Kultur obendrauf

- Hohenbrunner Kauderwelt zum dritten Mal

Hohenbrunn - Es ist ein bisschen wie Tollwood: Kunst, Spiel, Musik, Zauberei, indisches Essen und Glühwein. Alles unter einem Dach - ein buntes Wirrwarr, ein fröhlicher Treffpunkt zum Unterhalten, Lachen und Spaß haben mit viel Kultur obendrauf. Und dann wieder ist es kein bisschen wie das Münchner Tollwood. Denn es geht in der "Kauderwelt" nicht um Kommerz, die Preise sind annehmbar und das Geld wird gespendet. Der Reinerlös des Hohenbrunner Kulturfestivals, veranstaltet von der Überparteilichen Wählergemeinschaft/Freie Wähler (ÜWG/FW), soll der Lebenshilfe Riemerling zur Verfügung gestellt werden.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Spektakels, das am Wochenende nunmehr zum dritten Mal stattfand, stand eine große Ausstellung Hohenbrunner Künstler, die im Gemeindestadl präsentiert wurde. Dazu gab es italienische Folklore von "Sante Recca", Flötenmusik - gespielt vom Trio Anne-Kathrin Höglinger, Christiane Fröhlich und Uschi Poth -, Bühnenzauber mit Tobias Schwaiger und Lesungen mit Henrik Löhning.

Die Halle K, in der in den Vorjahren Konzerte stattfanden, war diesmal ganz für die Kinder reserviert. Draußen herrschten Kälte und Schmuddelwetter, drinnen hatten die Veranstalter den Stadl mit Heizstrahlern in ein gemütliches Ausstellungsforum verwandelt, in dem man durchaus einige Zeit verweilen wollte. Zumal es eine gute Gelegenheit war, die Hohenbrunner Kunstszene zu erkunden, die sich wahrlich nicht verstecken muss und viel Interessantes zu bieten hat.

"Dack" beispielsweise war erstmals bei "Kauderwelt" zu sehen. Daniela Cejnar und Anne Kussmaul stehen hinter der Abkürzung. Die beiden Hobbykünstlerinnen haben in der Riemerlinger Malschule von Chris Groitl, die mit Acrylbildern beim Kulturfestival vertreten war, Grundtechniken erlernt. Sie experimentieren mit Farbe und Materialien wie Sand, Papier, Blättern oder Gips. Ihre abstrakten Arbeiten sind äußerst vielversprechend.

Angenehm bei dem Rundgang: die Vielfalt, die die 18 Künstler präsentierten. Hier erotische Fotografien von Tom Trübestein, dort Bildobjekte aus Glas von Knut Liese, Malerei von Birgit Weierer, Arja Decker und Helga Meyer-Böhm oder die Holzskulpturen von Andrée Kramer. Ein Highlight, vor allem für die jungen Besucher, war sicherlich auch die Show des Zauberers Tobias Schwaiger. Als er auftrat, war er sofort der Mittelpunkt des Festivals. Geschickt hantierte er mit Bällen oder Kegeln und überraschte nicht nur die Kleinen mit seinen Tricks.

Bernadette Heimann

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