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Ein Gartenfreund: Georg Schaller liebte die Arbeit in der Natur. Geschont hat er sich nie.   

 Unterschleißheimer stirbt nach schwerer Krankheit

SPD-Urgestein Georg „Jacky“ Schaller ist tot

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Die SPD ist erschüttert: Georg „Jacky“ Schaller aus Lohhof ist in der Nacht auf Samstag gestorben. Keine zwei Tage, nachdem er nach 34 Jahren den Stadtrat verlassen hatte.

Lohhof – Für den Sport, die Kultur und die Sozialdemokraten: Georg „Jacky“ Schaller hat immer alles gegeben. Zum Schluss hat ihn die Kraft verlassen. Ein schweres Krebsleiden raubte ihm die vergangenen dreieinhalb Jahre mehr und mehr die Energie. In der Nacht auf Samstag ist Georg Schaller mit 73 Jahren gestorben. Unterschleißheim verliert ein Gesicht, das nahezu jeder kannte.

Nur einen Tag vor seinem Tod hatte sich der Lohhofer nach 35 Jahren aus dem Stadtrat verabschiedet. „Meine Kraft lässt nach. Ich kann mein Amt nicht mehr so ausfüllen, wie ich es müsste“, sagte er im Gespräch mit dem Münchner Merkur. Er verließ die politische Bühne mit stehenden Ovationen des Gremiums. „Ohne Dich würde ich hier heute nicht sitzen“, sagte Bürgermeister Christoph Böck (SPD) an Schaller gewandt, der den Bürgermeister wiederum als sein „kommunalpolitisches Ziehkind“ bezeichnete. „Du hast mich überhaupt erst überzeugt, in die Kommunalpolitik zu gehen“, sagte Böck. „Wir werden dich hier alle vermissen.“ Ein Satz, der so schnell eine viel größere, schmerzliche Bedeutung erhält.

Schaller wird fehlen, nicht nur im Stadtrat. An der Seite seiner Frau und seines Sohnes, seiner Weggefährten, beim SV Lohhof, wo er 28 Jahre als Übungsleiter fungierte und sich in den Dienst „der sportlichen Entwicklung der Turnabteilung“ stellte, schreibt Pressewart und CSU-Stadträtin Lorena Allwein.

Und er fehlt der SPD. Mit ihm geht „ein herausragender Sozialdemokrat“, sagt die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) sichtlich berührt von der traurigen Nachricht, die sie „tief bestürzt“. Ebenso wie die Genossen aus Unterschleißheim. Die Stadt verliert mit dem Träger der Bürgermedaille in Gold ein echtes kommunalpolitisches Urgestein – und der Stadtrat sein dienstältestes Mitglied. Seit 1984 saß Schaller für die SPD im Gremium. „Sehr interessante, lehrreiche und bewegende Jahre“, sagte er zum Abschied. Und eine Zahl, auf die er „scho a bisserl stolz“ war. Mit drei Bürgermeistern und 94 Ratskollegen hat er zusammengearbeitet. Sein Steckenpferd: die Kultur im Ort. Konzerte, das Heimatmuseum, nun das Zwangsarbeiter-Mahnmal. Seine Einweihung wird Schaller nicht mehr erleben.

Ein Mann, der „sich nicht vereinnahmen ließ, sich nie schonte und eisern war“, sagt die stellvertretende SPD-Ortsverbands-Vorsitzende Antje Kolbe. Trotz seiner schweren Krankheit hat er im August noch 500 Exemplare der SPD-Bürgerzeitung ausgetragen. „Es ist unglaublich, wie er sich gegen seine Krankheit gestemmt hat.“ Ein unfairer Kampf, den er nun verloren hat.

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