SPD-Fraktion übernimmt Teilschuld

- Garching (an) - Die Garchinger SPD-Fraktion hat einen Teil der Verantwortung dafür übernommen, dass Bürgermeister Manfred Solbrig (SPD) nicht da war bei der offiziellen Inbetriebnahme des Forschungsreaktors. "Es wäre nicht richtig, den Bürgermeister die Schuld alleine tragen zu lassen", sagt Joachim Krause, Fraktionschef der SPD. Die Fraktion war Krause zufolge bereits einen Monat vor dem Termin darüber informiert, dass Garchings Bürgermeister während der Feierlichkeiten auf dem Forschungsgelände am 9. diesen Monats noch im Urlaub weilen würde.<BR>

"Wir hätten den Bürgermeister also rechtzeitig darauf ansprechen können, dass es besser sein würde, diesen wichtigen Termin nicht zu verpassen", sagte Krause nach der jüngsten Fraktionssitzung. Er verhehlte nicht, dass Solbrigs Versäumnis innerhalb der Partei auf Unmut gestoßen ist. "Das ist in der Öffentlichkeit durchaus korrekt dargestellt worden." Im Verlauf der Fraktionssitzung seien derartige Ansichten auch deutlich kundgetan worden. Grundsätzlich wertet Krause den Vorfall als unglückliches Versehen. Solbrig habe seinen Urlaub bereits lange zuvor geplant. Dass der Bürgermeister dann nicht reagierte, als der Termin der Inbetriebnahme des FRM-II bekannt gegeben wurde, bezeichnete der SPD-Chef als "Fehleinschätzung". Ganz offenkundig vertritt Krause, wie der überwiegende Teil der Fraktion, die Ansicht, dass Solbrig die besondere Bedeutung des Termins nicht bewusst gewesen ist.<P>

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