TU Spitzenkandidat für Eliteuniversität

- Kompliment aus General Electric-Chefetage

Garching (an) - Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Rollen gebrachte Diskussion um Eliteuniversitäten in Deutschland hat neue Nahrung. Die Chefetage von General Electric (GE) und Bürgermeister Manfred Solbrig haben die Technische Universität (TU) München in Garching als möglichen Standort ins Gespräch gebracht.

Die Nachbarschaft von TU und dem just entstehenden europäischen Forschungszentrum (GRC) von GE auf dem Forschungsgelände in Garching biete eine einmalige Gelegenheit, Eliten zu fördern, sagte GE-Deutschland-Chef Thomas Limberger beim Richtfest. Nur einen Tag darauf, klinkte sich der Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Bernd Huber, in die Diskussion ein. Huber kritisierte die Pläne der Bundesregierung, nur noch die Berliner Humboldt-Universität als nationale Elite-Hochschule zu fördern. Dies sei ein "inakzeptables Verfahren". Im internationalen Vergleich gelte die LMU als Top-Einrichtung. In Europa zähle sein Haus zu den zehn Besten, Deutschlandweit gar zur Spitze, sagte Huber im Presseklub. Der Rektor der LMU sprach sich dafür aus, Elite-Unis im offenen Wettbewerb zu küren.

Neue Nahrung für die Diskussion und zugleich gute Nachrichten für TU-Präsident Wolfgang Herrmann. GE-Deutschland-Chef Limbergers Worte der Anerkennung zum Richtfest hatte Herrmann mit sichtlicher Genugtuung zur Kenntnis genommen. Ohne die TU, sagte Herrmann, hätte das Richtfest "irgendwo in Südfrankreich oder in London stattgefunden". Die TU München sei nicht die geringste unter der Sonne. "Spitzen-Universität ist nicht etwas, was man verordnen kann. Das bedarf eines kontinuierlichen Prozesses." TU und europäisches Forschungszentrum würden zu einem Hort zukünftiger Innovation. Perspektiven einer Entwicklung, die Bürgermeister Solbrig nur zusagen können. Gewiss auch, um das Feuer am Lodern zu halten, fügte Solbrig an: "Die TU München ist ein Kandidat für eine Eliteuniversität in Deutschland."

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