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Der ehemalige Skilangläufer Tobias A ngerer ist einer der Studenten (l.). Dass Ismaning nun Hochschulgemeinde ist, freut Bürgermeister Alexander Greulich, Geschäftsführer Florian Kainz und Präsident Claudius Schikora (v.l.). 

Hochschule für angewandtes Management

Spitzensportler studieren gern in Ismaning

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Die Hochschule für angewandtes Management (HAM) verlegt ihren Hauptsitz nach Ismaning. Die private, staatlich anerkannte, kostenpflichtige Fachhochschule wurde 2004 gegründet. Bisher war sie in Erding angesiedelt.

Ismaning– Für die wachsende Zahl der Studenten wurde es in Erding zu eng. „Wir sind aus allen Nähten geplatzt“, erzählt einer der prominentesten Studenten, der ehemalige Skilangläufer Tobias Angerer (40). Seit 2014 studiert er an der Hochschule und freut sich, dass er die Schlussphase des Bachelor-Studiengangs Sportmanagement in Ismaning verbringen wird: „Hier ist alles eng beieinander.“ Damit meint Angerer die gute Verkehrsanbindung zum Flughafen und zur Landeshauptstadt, aber auch zu den Partnerunternehmen wie Sky oder ProSiebenSat1.

In Ismaning mietete die HAM zwei Etagen in einem Bürohaus an der Steinheilstraße und richtete moderne Studienräume und Büros für 2000 Studenten, 150 Mitarbeiter und 60 Professoren ein.

Die Gemeinde Ismaning sei ideal für den weiteren Ausbau, sagt Präsident Claudius Schikora im Rahmen einer Pressekonferenz im Kutscherbau des Ismaninger Rathauses: Neben Betriebswirtschaft, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht und Sportmanagement sollen künftig auch die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik angeboten werden. Erst vor wenigen Wochen wurde „Fußballmanagement“ neu gestartet. Allein für diesen Studiengang gebe es schon an die 100 Interessenten, sagt Schikora und verkündet stolz: „Wir sind die Hochschule mit den meisten Spitzensportlern.“ Dazu zählt übrigens auch Skirennläuferin Viktoria Rebensburg.

395 Euro monatlich beträgt die Studiengebühr. Das praxisorientierte Studium wird semi-virtuell absolviert: „Das ist für Berufstätige oder Leistungssportler optimal“, sagt der mehrmalige Weltcupsieger Tobias Angerer. Praktisch ist das Online-Studieren auch für Studenten, die weit entfernt wohnen, wie er selbst, der in Traunstein lebt.

Nur drei Wochen pro Semester hat Angerer Blockvorlesungen in Ismaning. Die restlichen Monate erarbeitet der 40-Jährige sich die Inhalte via Internet. In dieser Phase schicken die Dozenten Lernvideos, die Studenten ihrerseits mailen Übungen und Seminararbeiten an ihre Professoren. Für ihr Studium nutzen sie die umfangreiche Online-Bibliothek der Hochschule. „Ich wusste gar nicht, dass es so viele Bücher gibt“, scherzt Angerer. – Nebenbei haben die Studenten die Möglichkeit, zu arbeiten oder ihre Sport-Karriere voranzutreiben.

„Stolz und froh“ ist auch Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) darüber, dass Ismaning nun Hochschulgemeinde ist: „Wir freuen uns in Sachen Bildung einen neuen Meilenstein setzen zu können.“

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