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In der Sportanlage Am See brannte das Vereinsheim der Stockschützen lichterloh.
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In der Sportanlage Am See brannte das Vereinsheim der Stockschützen lichterloh.

Rauchwolke über Garching

Sportanlage brennt lichterloh

Garching - Dicker Rauch über Garching: Das Vereinsheim der Garchinger Stockschützen brannte am Mittwochmorgen lichterloh.

Augenzeugen berichten, dass eine langgezogene dunkle Rauchwolke am Morgen lange Zeit über Garching hing. Ein besorgter Bürger alarmierte um 7.40 Uhr die Feuerwehr, er vermutete, es würde Unrat brennen. Unterwegs erkannten die Einsatzkräfte an der Rauchentwicklung das Ausmaß des Feuers und forderten Verstärkung auch aus Hochbrück an: Das Vereinsheim stand bereits im Vollbrand. Trotz des Einsatzes mehrerer Rohre konnten die Feuerwehren einen Totalschaden nicht mehr vermeiden. Die Brandfahndung der Polizei ermittelt. Gestern teilte die Polizei mit, dass das Feuer offenbar in der Küche entstanden ist. Ob ein technischer Defekt die Ursache war, war noch unklar. Menschen kamen nicht zu Schaden. Gegen 10.30 Uhr beenden 32 Feuerwehrmänner aus Garching und Hochbrück den Einsatz, den Christian Schweiger geleitet hatte.

Die Flammen haben das Dach völlig verkohlt. Niemand darf das 15 Meter lange Gebäude betreten – Einsturzgefahr. Erschüttert stehen einige Mitglieder der Stockschützen vor den rauchenden Trümmern. „Es ist sehr viel kaputt gegangen“, sagt Johann Feckl enttäuscht. Der 65-Jährige ist Vorsitzender des Eisstockschützen Clubs (EC) Garching e.V. Die Pokale sind verbrannt, die Stöcke, die hier lagerten ebenfalls. Ein Tisch mit Stühlen, die kleine Küche, ein Hochdruckreiniger und eine Kehrmaschine sind unbrauchbar. Das gesamte Stromnetz ist kaputt, die Flutlichtanlage außer Betrieb,

Das Vereinsheim wurde 1980 als Flachbau von der Stadt Garching errichtet und den Stockschützen zur Verfügung gestellt. Auch Bauamtsleiter Klaus Zettl war am Mittwochmorgen vor Ort: „Wir gehen davon aus, dass ein Neubau zu errichten ist“, stellte er fest, Reparaturen hätten wohl keinen Sinn mehr. „Sobald das Ergebnis der Gutachter vorliegt, werden wir weitere Schritte einleiten.“ Den Schaden schätzt Zettl auf 70 000 bis 100 000 Euro.

Der Spielbetrieb auf den acht Asphaltanlagen ist nur noch eingeschränkt möglich: „Im Herbst und Winter geht es nur, bis es dunkel wird“, sagt Johann Feckl. Unklar ist, ob der Turnierbetrieb nach der Sommerpause überhaupt wieder aufgenommen werden kann. Die Garchinger Stockschützen trainieren zwei- bis dreimal wöchentlich und haben mit mehreren Mannschaften in der Bezirks- und Bayernliga sportlichen Erfolg.

Das Unglück trifft aber auch andere Garchinger Gruppen: Am Dienstagnachmittag ist das Stockschießen eine feste Aktivität im Garchinger Seniorenprogramm, und auch eine Gruppe der Feuerwehr war regelmäßig zu Gast auf den Bahnen. „Wie es weitergeht, ist noch ganz offen“, sagt Vorsitzender Johann Feckl: „Wir würden uns wünschen, dass der alte Zustand wiederhergestellt wird.“

Charlotte Borst

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