SpVgg flieht vor dem Winter

- Trainingsquartier in Herzogenaurach

Unterhaching - Während Kinder und Hunde sich im Unterhachinger Sportpark über die Rückkehr des Winters freuten, herrschte hundert Meter weiter Chaos. Der SpVgg Unterhaching machte der Schnee der Vorbereitung auf das bayerische Duell mit dem 1. FC Nürnberg einen Strich durch die Rechnung. Deswegen verlegte Trainer Wolfgang Frank schon die gestrige Einheit nach Ismaning, statt morgen bricht die Mannschaft bereits heute nach Franken auf. Ein Quartier wurde auf die Schnelle in Herzogenaurach gefunden. "Und die Plätze dort werden alle besser sein als unsere", so Trainer Wolfgang Frank.

Der absolvierte am Mittwoch die Laufrunden mit seinem Team und stellte danach fest: "Das ist wie in einem Sumpfgebiet. Und als Vorbereitung auf das Spiel wenig geeignet, wenn man durch den Matsch laufen muss." Deswegen nun die Flucht aus dem Sportpark. "Bei unseren südländischen Typen ist die Stimmung nicht so rosig", so der Coach.

Die sollte aber gut sein, denn auf Stürmer Francisco Copado und Mittelfeldspieler Elton da Costa baut Frank im Frankenstadion. Beide gehörten schon gegen Aachen zu den umtriebigsten Offensivkräften und sind mit ihren feinen technischen Fähigkeiten auf Schnee schlecht aufgehoben. Dass Copado endlich wieder ins Tor trifft, davon ist der Trainer überzeugt: "Es wäre gut, wenn er mal wieder treffen würde. Aber er ist dran und hat in den letzten Spielen schon zehn, zwölf klarste Möglichkeiten gehabt. Irgendwann geht wieder einer rein."

Größer sind die Probleme in der Abwehr. Nach Necat Aygün und Matthias Lust fällt wohl auch Ralf Bucher für das Derby aus. Der Verteidiger hatte ohnehin Probleme mit der Wade, nun macht ihm auch eine nicht auskurierte Grippe zu schaffen. Ob Dennis Grassow fit genug ist, um die Reise mitzumachen entscheidet sich erst heute. Hendrik Liebers plagt die Schulterverletzung aus dem Einsatz bei den Amateuren. Möglicherweise fehlen also sogar fünf Kandidaten für die Viererkette. Für das Tor steht Stefan Brasas wieder zur Verfügung. Ob er aber auch schon wieder in den Kasten zurückkehrt oder diesmal nur als Ersatzkeeper mitfährt, ist noch offen.

Geburtstag feierte gestern übrigens die "gute Fee" der SpVgg: Physiotherapeutin Nelly Le Berre. Die Französin, seit 1998 bei der SpVgg, wurde 37 Jahre alt. Die schönste Gratulation kam von Trainer Frank persönlich: "Nelly verkörpert Haching. Sie ist immer für das Wohl der Spieler da, wenn nötig jeden Tag."

Christian Amberg

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