Staade Zeit schon vor 1. Advent eingeläutet

- Krippenausstellung in Höhenkirchner Pfarrheim

VON WOLFGANG ROTZSCHE Höhenkirchen-Siegertsbrunn - "Advent ist im Dezember!" Mit dieser Aktion verdeutlichen evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer, dass nicht schon vor dem ersten Advent die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest beginnen soll. Das kümmerte den katholischen Pfarrverband Höhenkirchen-Siegertsbrunn anscheinend wenig, der am Wochenende vor Adventsbeginn zu einer Krippenausstellung ins Höhenkirchner Pfarrheim einlud.

Kripperlbauen sei Hausandacht, so die Argumentation der Veranstalter. Angesichts des für Novembertage warmen Wetters lag der Gedanke an die staade Zeit zwar durchaus fern. Aber das hatte auch sein Gutes, denn die Darsteller in der lebenden Krippe mussten nicht frieren. Kuh (in Vertretung für den Ochsen), Esel, Schafe und Ziegen genossen das Bad in der Sonne und in der Menge. Sie hatten ihr Quartier außerhalb des Pfarrheims genommen.

Im Pfarrsaal stellten überwiegend Höhenkirchner und Siegertsbrunner ihre Kleinode aus. Typisch bayerische Krippen waren zu sehen, wie sie etwa im Allgäu oder im Bayerischen Wald anzutreffen sind. Liebevoll ausstaffierte Fatschenkindl gehörten auch dazu. Nicht fehlen durften freilich die Krippen aus den beiden Pfarrkirchen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch Krippenfiguren aus Betlehem, die dort aus Olivenholz geschnitzt werden.

Krippen finden reißenden Absatz

Thea Dierl bewahrt eine Nachkriegskrippe auf. Diese wurde in Laubsägenarbeit im Jahr 1945 aus einer Umzugskiste herausgearbeitet. "Meist sind die Krippen nicht als Ganzes angeschafft worden", sagt Kindergartenleiterin Monika Schüller. Sie berichtete, dass ihre Familienkrippe Jahr für Jahr um ein Stück ergänzt worden sei.

Die dritten und vierten Klassen der Grundschule Höhenkirchen-Siegertsbrunn hatten eine große Krippe angefertigt, die 4 a stellt sie auf. Auch im Katholischen Kindergarten gibt es Krippen zu bewundern, wie zu sehen war, und so fanden viele Figuren und Häuschen reißenden Absatz. Doch auch Krippenbauer waren unter den Ausstellern, wie etwa Hans Hagl. Und auch so manche seiner Figuren hat ein fesches Kleid in Handarbeit bekommen.

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