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Viel Platz für Stadel, Wertstoffhof und Co. ist an der Wolfersberger Straße.

Seit fünf Jahren ist der Neubau Dauerthema

Stadel in Harthausen: Diese Vorgaben muss Gemeinde für Bau einhalten

Die Verein in Harthausen wünschen sich einen Feststadel. Doch so leicht ist das nicht. Nun gibt es neue Vorgaben, damit er Bau realisiert werden kann.

Grasbrunn – Der geplante Stadel in Harthausen ist ein Dauerbrenner – und bleibt es auch. „Das Ding kostet mich seit Jahren viele Nerven“, sagte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) in der Bürgerversammlung, als die Sprache auf den angedachten Neubau kam. 2014 gab es die erste Forderung, konkreter wurde es im Februar 2018. Seither wurden die Pläne mehrfach umgearbeitet. Nun müssen sie nach einigen Änderungen im Flächennutzungsplan aufgrund von Einwendungen erneut ausgelegt werden.

Nach dem ersten Antrag der CSU 2014 forderten im Jahr 2018 die acht Harthauser Vereine, die dort eng „zur Wahrung von Tradition, Pflege der Geselligkeit und Vereinskultur“ zusammen arbeiten, so etwa beim alljährlichen Dorffest, einen eigenen Feststadel. Der soll Platz für 800 Personen bieten sowie Stauraum für die vielen Gerätschaften und Requisiten. Und im Idealfall auch noch die historische Kegelbahn aus Möschenfeld unterbringen. Gebaut werden soll der Stadel an der Wolfersberger Straße im Südosten von Harthausen, auf der Wiese zwischen Feuerwehrübungsplatz und dem Beach-Volleyballfeld.

Feiern ja, aber nicht das ganze Jahr

Vor zwei Jahren kalkulierte die Gemeinde mit rund einer halben Million Euro Baukosten, gut 100 000 Euro sollten die Vereine beisteuern. Die machten wiederum den Vorschlag, dass die Gemeinde das Grundstück stellt und sie den Stadel selbst bauen, dies könnte die Gesamtkosten um rund 200 000 Euro senken. Wie das konkret sein könnte, dafür gibt es noch keine Lösung – bislang sind die Baupläne noch nicht genehmigt.

Für einen reinen Feier- und Feststadel, das signalisierten die Regierung von Oberbayern und das Landratsamt, werde es im Außenbereich auf einer Gemeindebedarfsfläche auf keinen Fall eine Zustimmung geben. Also wurden die Pläne so umgearbeitet, dass neben Feuerwehrübungsplatz und Skateranlage auch noch der Wertstoffhof, die Kegelbahn, eine Hütte des Burschenvereins und eben der Stadel gebaut werden soll. Letzterer muss aber ein Lagerstadel sein, der lediglich zu Festen ausgeräumt und genutzt werden kann, nicht für ganzjährigen Feier- und Gastronomiebetrieb.

Gemeinde kann Befürchtungen des Landratsamts lindern

„Diese Pläne haben wir öffentlich ausgelegt, worauf es vom Landratsamt, der Regierung von Oberbayern und dem Äußeren Planungsverband deutliche Bedenken und Vorbehalte gab“, sagte Korneder. Die Befürchtung: Gemeinde startet mit dem Stadel und den Hütten eine erste Bebauung in Richtung Waldrand. „Das mussten wir in langen Diskussionen beseitigen“, sagte Korneder.

Der Flächennutzungsplan werde nun entsprechend geändert, sodass klar ist: Östlich der Neubauten wird nichts gebaut, der Bolzplatz bleibt erhalten. Wegen der zahlreichen Änderungen wird der Plan nochmals öffentlich ausgelegt. „Ich hoffe“, sagte Korneder, „dass wir das Verfahren endlich im Frühjahr 2020 abschließen können.“ Dann gelte es nur noch zu klären, in welchem Umfang sich die Vereine letztlich an den Kosten beteiligen.

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