Dank Geothermie

Stadt spart 120 Tanklastzüge voll Heizöl ein

Unterschleißheim – Die Stadt übernimmt die Bürgschaft für einen Kredit für die Geothermie Unterschleißheim AG (GTU), ein Tochterunternehmen der Stadt. Die Darlehenshöhe beträgt 1,065 Millionen Euro. Gut angelegtes Geld für die Ökobilanz.

Das Geld wird für den Ausbau der Fernwärmeleitungen gebraucht. Die GTU wird mit ihrem Jahresabschluss 2014 voraussichtlich die Gewinnzone erreichen. Bevor nähere Angaben gemacht werden können, muss noch der Aufsichtsrat tagen. Fest steht jedoch, dass der Schuldenstand Ende 2014 bei 5,27 Millionen Euro lag.

Im Stadtrat berichtete GTU-Geschäftsführer Thomas Stockerl, dass 2014 der Geothermieausbau bei einer Wohnanlage an der Hildegardstraße, beim Mehrgenerationenwohnen nahe der Feldstraße und bei kleineren Anwesen an der Lärchen- und Falkenstraße erfolgt ist. Insgesamt werden in Unterschleißheim derzeit 233 Wohngebäude mit 3670 Wohnungen mit Geothermiewärme versorgt, das sind (26 Prozent aller Haushalte. Dazu kommen zehn Gewerbe-/Bürogebäude, 14 kommunale/öffentliche Gebäude sowie fünf weitere Einrichtungen.

Ökobilanz

Ein Blick in die Ökobilanz zeigt, dass im vergangenen Jahr 8539 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart wurden. Das entspricht etwa 120 Tanklastzügen Heizöl. Von 2003 bis 2014 wurden 84 676 Tonnen CO2 eingespart. Mit Blick auf die Zielsetzungen der Bundesregierung erklärte Thomas Stockerl: „An der Energiewende muss stetig weitergearbeitet werden. Das bedeutet auch für uns: Die GTU darf sich nicht ausruhen.“ mf

Ausbau des Fernwärmenetzes

Der Ausbau des Fernwärme-Netzes schreitet fort. Geplant sind von heute, 27. April, bis Ende Juli Anschlüsse an der Alexander-Pachmann-Straße. Die 974 Meter lange Trasse für rund 1,1 Millionen Euro wird ab der Südlichen Ingolstädter über die Siedler- und Lohwaldstraße bis zur Fritz-Lochmann-Straße führen; mit der Option, später übers Bahngleis ins Gewerbegebiet vorzudringen.

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