Statik auf dem Prüfstand

Baierbrunn - Baierbrunner Schule: Turnhalle wird untersucht

Baierbrunn - Die Erweiterung der Grundschule war ein weiteres Mal Thema im Baierbrunner Gemeinderat - gegangen ist es um die Turnhalle, die zwar weiterhin genutzt werden kann, aber nicht im besten Zustand ist. Ein Statiker prüft momentan das Gebäude, das man, wie überlegt wurde, bei der Gelegenheit eventuell auch gleich auf Schadstoffe hin untersuchen lässt. Kurz wurde außerdem darüber diskutiert, wie weit die Kompetenzen des Arbeitskreises reichen, der sich regelmäßig trifft, um den Neubau für die Mittagsbetreuung zu besprechen. Dem gehören Gemeinderäte und Schulvertreter an.

Schon im Dezember 2013 hatte man die Schulturnhalle auf Schimmelbefall hin untersuchen lassen. Damals hieß es, dass, wie Bauamtsleiter Richard Schmidt erläuterte, „augenscheinlich nicht mit Asbest zu rechnen ist“. Oliver Knab (ÜWG) will lieber auf Nummer sicher gehen. „Wir müssen wissen, was mit der Turnhalle los ist. Das Gebäude ist schließlich 45 Jahre alt, Schadstoffgutachten kann man mit kleinen Proben erstellen.“ Dagegen fand Michael Sexl (ÜWG): „Solang’ wir nichts an der Turnhalle machen, haben wir doch kein Problem“. In gebundener Form sei Asbest ungefährlich.

Auch Michaela Lichtblau von der SPD meinte: „Wir machen eine neue Baustelle auf ohne Not. Eigentlich wollen wir nur eine Mittagsbetreuung bauen, dann wurde erst auch noch über den zu kleinen Pausenhof diskutiert, jetzt geht es um die Turnhalle. Und Asbest ist ein Stichwort, auf das die Bevölkerung sehr sensibel reagiert.“ Darauf schaltete sich nochmal Knab ein, der in der Turnhalle ohnehin eine künftige Baustelle sieht. Der Sanitätstrakt sei baufällig, das ganze Gebäude „energetisch eine völlige Katastrophe“. Fraktionskollege Hans-Peter Hecker stimmte zu: „In absehbarer Zeit entsteht dort doch Handlungsbedarf“. Am Ende einigte sich der Gemeinderat darauf, noch einmal mit den Gutachtern zu sprechen. „Wenn ein Verdacht besteht“, meinte Bürgermeisterin Barbara Angermaier (ÜWG), „lassen wir die Untersuchung machen, egal, was es kostet“.

Derweil werden für alle drei möglichen Standorte der Grundschul-Erweiterung Bodenuntersuchungen veranlasst - was Michaela Lichtblau Anlass gab, zu monieren, der Arbeitskreis habe seine Kompetenzen überschritten. Indem er ein Gutachten für den dritten Standort auf der Schulwiese ohne Gemeinderats-Beschluss abgesegnet habe. „Das ist nur ein semi-öffentliches Gremium, dessen Beschlüsse haben keine rechtliche Grundlage“, meinte sie. Die nächste Arbeitskreis-Sitzung ist am 17. März, 19 Uhr. Andrea Kästle

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