Ja zum Stellplatz für Bauschutt-Container

Aying - Gemeinderat billigt den Antrag eines Kiesabbau-Unternehmens - allerdings unter Auflagen

Schon vor Beginn der Sitzung wurde aufgeregt debattiert. Zwei Dutzend Dürrnhaarer hatten die eher unscheinbare Tagesordnung des Ayinger Gemeinderats genau studiert und interessierten sich außerordentlich für das Vorhaben der „Ganser Kies Sand GmbH“. Die Firma möchte an der Dürrnhaarer Kiesgrube einen Stellplatz für Bauschuttcontainer errichten.

Vor allem die Bürgerinitiative Dürrnhaar hatte hierzu mehrere Einwände vorgebracht. Denn Ganser würde schon jetzt die Fläche als Abstellplatz nutzen, also die Erlaubnis im Nachgang einholen. Zudem wurde eine mangelnde Rekultivierung der Flächen angeprangert. Die Kritiker fürchten weiter, dass sich Ganser Schritt für Schritt einer Bauschuttsortierung vor Ort oder sogar einer Verwertungsanlage nähert.

Einen Punkt aus dem Schreiben der Bürgerinitiative griff der Gemeinderat sofort auf: Der Stellplatz soll wesentlich weiter entfernt von der Dürrnhaarer Wohnbebauung entstehen als ursprünglich beantragt.

Ablehnungsgründe fand Bürgermeister Hans Eichler (PWH) mit seiner Rathausverwaltung nicht. „Die letzte Verlängerung für den Kiesabbau und die Verfüllung der bisherigen Kiesgrube wurde am 20. Oktober 2007 ausgesprochen und gilt bis Ende des Jahres 2015. Bis dahin handelt es sich um keine landwirtschaftliche Fläche, erst dann muss die Fläche rekultiviert sein.“ Folglich könne auch nicht das Einvernehmen verweigert werden. Weiter mache es in der Praxis wenig Sinn, dass Fahrzeuge, die Bauschutt abliefern, gleich einen leeren Container wieder mitnehmen. Vor Ort müsse der Bauschutt auf seine Zulässigkeit getestet werden. Das Landratsamt München müsse aber prüfen, ob die Staub- und Lärmbelastung den Vorgaben entspricht. „Wir können das nicht, aber wir nehmen das in unsere Stellungnahme auf“, versicherte Hans Eichler.

Außerdem griff der Rathauschef den Vorschlag aus Politik und Bürgerbewegung auf, den Standort von Dürrnhaar wegzurücken. Zudem wünscht die Gemeinde, dass die Erlaubnis nur bis Ende 2015 ausgesprochen wird. (wjr)

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