Stoiber erwartet gewaltigen wirtschaftlichen Schub

- Garching - General Electric, der weltweit bedeutendste Mischkonzern, hat sich in Garching angesiedelt. Bei der Einweihungsfeier des "Global Research Center - Europe" (GRC) auf dem Campus erklärte Ministerpräsident Edmund Stoiber: "Von der Europazentrale wird zweifelsohne eine gewaltiger wirtschaftlicher Schub ausgehen."<BR>

<P>In dem für 52 Millionen Euro errichteten Komplex sollen 150 Wissenschaftler aus aller Welt zu großen Teilen Grundlagenforschung in den Bereichen Alternative Energien, Sensor-Technologie, Medizin- und Automobiltechnik sowie in den Materialtechnologien und Biowissenschaften betreiben. Stoiber zeigte sich schon im Vorfeld der Veranstaltung optimistisch, dass erste Forschungsergebnisse binnen fünf Jahren in marktfähige Produkte umgesetzt würden.<P>Das glaubt auch Hannelore Gabor, 2. Bürgermeisterin und CSU-Ortsvorsitzende von Garching. Sie vertraue darauf, dass der Konzern Wort halte und in Garching produziere, was der Stadt Steuergelder eintragen würde. Forschung allein bringt keinen Cent.<P>Standortentscheidung bei Grappa und Weißbier <P>Das GRC in Garching ist eines von vier weltweiten Forschungszentren des Konzerns. Den Zuschlag verdankt die Stadt ihren Standortvorteilen, wie GE-Vorstandsvorsitzender Jeffrey Immelt ausführte. "So ein Center hat Hebelwirkung", sagte Immelt: "Aufsaugen, was der Ort zu bieten hat." Vor allem die Nachbarschaft zur Technischen Universsität (TU), von der sich Immelt erhebliche Synergieeffekte erhofft, aber auch zu den Max-Planck-Instituten und die Nähe zum Flughafen, der die vier Centren optimal verbindet, gaben den Ausschlag.<P>TU-Präsident Wolfgang Herrmann erinnerte in diesem Zusammenhang an jenes denkwürdige Gespräch im Oktober 2002, als Herrmann und der damalige Wissenschaftsminister Hans Zehetmair in einer Münchner Kneipe die GE-Delegation bei Grappa und Weißbier vom Standort Garching überzeugten. GE hatte zuvor sämtliche 16 Bundesländer auf Herz und Nieren überprüft.<P>Deutschland hatte sich zuvor gegen die europäische Konkurrenz durchgesetzt. Innenminister Otto Schily hat nicht vergessen, was seinerzeit an Schweiß vergossen wurde: "GE ist ein Gewinn für den Industrie- und Wissenschaftsstandort Deutschland", rief er zufrieden. "Sie sind uns hoch willkommen!"an<P>

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