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Stopselclub: Vergessliche füttern die Vereinskasse

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Die Stopsler feiern. Nachwuchssorgen kennt der Verein nicht.  Foto: rabe
Die Stopsler feiern. Nachwuchssorgen kennt der Verein nicht. Foto: rabe

Grasbrunn - Seinen Stopsel sollte ein Stopsler immer dabeihaben. Sonst wird eine Buße fällig. Was es damit auf sich hat:

Zeit den Grill anzuwerfen, hieß es auch heuer wieder für den Vorsitzenden des Grasbrunner Stopselclubs, Günter Okon. Denn jeden August findet an einem Vereinsabend ein Grillfest statt.

Rund 45 Mitglieder fanden heuer den Weg zum Fest. Ganz besonders freute sich Okon, drei neue Mitglieder im Zuge des Vereinsabends begrüßen zu dürfen. Überhaupt hat der Stopselclub kaum Probleme mit dem Nachwuchs. „Bis jetzt können wir uns nicht beschweren. Seit zwei Jahren haben wir einen steten Zulauf“, freut sich Okon. Nur bei der Jugend hapert es ein wenig, da die Altersstruktur im Stopselclub sehr hoch sei. „Viele verlaufen sich aber doch zu uns. Und spätestens, wenn sie aus dem Burschenverein raus müssen, kommen sie zu uns“, erklärt der Vorsitzende.

Wer mit dem Begriff Stopselclub wenig anfangen kann, dem sei gesagt: Ein Stopselclub ist ein Verein, der sich dem geselligen Beisammensein verschrieben hat. Früher musste jeder „Stopsler“ einen Korken oder ähnliches in der Hosentasche mitführen. Wurde er von einem Mitglied angesprochen musste der Stopsel vorgezeigt werden. Hatte ein Mitglied ihn nicht dabei, war eine Strafe an den Verein zu zahlen. Auch heutzutage finanziert sich der Verein größtenteils über die Vergesslichkeit seiner Mitglieder. Auch wenn der Stopsel mittlerweile nur noch bei Vereinsabenden und offiziellen Veranstaltungen zu tragen ist.

„Beim Grillfest hatten wieder fünf Mitglieder keinen Stopsel dabei“, erklärt Günter Okon. Die Strafe für das Versäumnis betrug damit heuer fünf Euro. ros

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