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Austausch im Stadel des Waldhauses zur Tram: (v.l.) Bürgermeister Hans Sienerth mit seinen Mitarbeitern Sabrina Beierbeck, Franz Kurz, Ursula Wolff, Barbara Kornbichler, Margit Klade, Manuel Kluge, Daniela Strobl-Schön und Karin Sommer.

Feier am Ortseingang

Damit es in Straßlach schön bleibt

Im Mittelalter, meinte Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei), sei der Kaiser mit seiner Gefolgschaft auch von Reichsstatt zu Reichsstatt gezogen. Dieser Tradition würden die Straßlach-Dinghartinger insofern folgen, als sie wenigstens beim Neujahrsempfang alle Jahre woanders zusammenkämen. Heuer wurde im „Waldhaus zur Tram“ gefeiert.

Straßlach-Dingharting – Das ist erst seit Mai 2016 überhaupt wieder offen und versteht sich, errichtet am Ortseingang ehemals als Ferienheim für Münchner Straßenbahner, zwischenzeitlich Sitz der beliebten „Entenalm“, mittlerweile als „die Event-Location im Münchner Süden“, wie Mitinhaberin Liliane Tschurtschenthaler charmant erläuterte. Schönerweise wurden im Stadel unterm offenen Gebälk – woran man sieht, dass die Zeit eben doch nicht stehenbleibt – dann nicht, wie vor mehreren hundert Jahren schon noch üblich, mehrere Ochsen und Schweine vertilgt und mit 1000 Litern Bier hinuntergespült von den Anwesenden. Sondern man freute sich an den leckeren Buffet-Häppchen, an Suppe, die herumgereicht wurde, die meisten tranken Wein.

In seiner launigen Ansprache, nach deren Ende er es sich auch heuer nicht nehmen ließ, alle Besucher namentlich inklusive Funktion vorzustellen, sagte Sienerth zweierlei: Zum einen, dass Straßlach-Dingharting noch immer eine „Insel der Glückseligkeit“ sei; zum anderen, dass man jetzt zusammenhalten müsse. „Die Welt verändert sich sehr rasant, wir müssen auf jeden Fall versuchen, zusammenzuhalten und unsere Kräfte zu bündeln.“ Er zitierte Bundespräsident Joachim Gauck, der mal gemeint hatte: „Demokratie ist kein politisches Versandhaus“, sondern gründe sich vielmehr darauf, dass mündige Bürger aktiv die eigene Umgebung mitgestalten. Was zum Beispiel auch heißt, wie Sienerth ausführte: Wer am Wertstoffhof überfüllte Papiercontainer vorfindet, stellt nicht einfach sein Papier daneben. Sondern nimmt es halt wieder mit nach Hause. Weil jeder Verantwortung dafür trägt, dass es so schön bleibt in der kleinsten Gemeinde im Landkreis, wie es dort ist.

Dann: Standen die rund 100 geladenen Gäste noch recht lange in bester Laune beieinander, suchten das Gespräch, wozu Sienerth sie ermuntert hatte – und ließen sich die bereitgestellten Lachsröllchen, Oliven, Salamistückchen schmecken.

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