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  Martin Becker

Kommentar zum Kreisel-Chaos in Straßlach: Autofahrer können das

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Der neue Kreisverkehr in Großdingharting sorgt für Zündstoff in der Gemeinde. Lesen Sie hier einen Kommentar unseres Redakteurs Martin Becker. 

Es gibt zwei Themen, bei denen jeder gern mitredet und sich selbst zum Experten erklärt: Fußball und Straßenvearkehr. In Straßlach-Dingharting spielt Fußball eine erwähnenswerte Rolle nur insofern, dass der ein oder andere Star des FC Bayern dort lebt(e). Beim Verkehr sieht es anders aus: Der Minikreisverkehr in Großdingharting schürt Emotionen aller Art. Eine leidenschaftliche Debatte an sich ist sicher nicht verkehrt. Nur: Hier kommt sie wohl zum falschen Zeitpunkt. All diejenigen, die jetzt über den ersten Kreisverkehr der Gemeinde schimpfen oder ihre Verachtung ausdrücken, indem sie bewusst die Straßenverkehrsordnung missachten, hätten ja längst mitreden können. 2017 bei der Bürgerversammlung kam das Thema erstmals zur Sprache, danach in den kommunalpolitischen Gremien. Eine Alternativ-Idee? Die hatte keiner. Deshalb jetzt zu motzen? Etwas unfair ist das schon. Einheimische und Auswärtige müssen sich damit arrangieren, dass in puncto Vorfahrt keine südländischen Verhältnisse herrschen, sondern eine klare Regelung. Die ist per se nicht schlecht, sondern hilft, Unfälle zu vermeiden. Nörgler könnten versuchen, dem Kreisel, der durchaus einen gewissen fahrtechnischen Spielraum bietet, Positives abzugewinnen: Wie gut fahren sie Auto? Bremsen, schauen, präzise steuern – also ehrlich, so schwierig ist das nicht. Und wer, in der Erinnerung ans Vorher schwelgend, an Südeuropa denkt, sollte vor allem eines pflegen: mehr Gelassenheit.

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