Kreisel und Halbinseln gegen Raser

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Zwei neue Maßnahmen sollen den Verkehr in Straßlach-Dingharting regulieren.

Straßlach-Dingharting – Auch der recht abgelegenen Gemeinde Straßlach-Dingharting macht zunehmend der Verkehr zu schaffen. Dort ist schon ab 6 Uhr in aller Früh jede Menge los auf den Straßen, zum Leidwesen der Anlieger. Weshalb die Kommune jetzt zwei Punkte verkehrsberuhigen will im kleineren Ortsteil der kleinsten Gemeinde im Landkreis.

Konkret diskutierte der Gemeinderat darüber, in Dingharting die Kreuzung Alte Schulstraße, Deisenhofner- und Jettenhausner Straße mit einem „Minikreisverkehr“ auszustatten – der allerdings, so hatte die Verwaltung das vorgesehen, überfahrbar sein müsse für all die Traktoren, die hier draußen, am südlichen Ende des Münchner Speckgürtels noch reichlich unterwegs sind. Zweite Maßnahme: Die Deisenhofner Straße soll zusätzlich drei Verschwenkungen erhalten, die es den Pkw-Haltern unmöglich machen, zu sehr aufs Gaspedal zu drücken.

An und für sich war im Gremium der kleine Kreisel unumstritten. „Man muss was machen“, meinte nicht nur Peter Schneider (UWV). Allerdings fand nicht jeder, dass es Holzfuhrwerken gestattet werden sollte, über die Kreuzungsmitte zu brettern. „Damit hätten wir den Zweck eines Kreisverkehrs nicht erreicht“, wandte Christina Salzberger (FWG) ein. Letztlich blieb diese Frage offen, aber die meisten gingen wohl mit Albert Geiger (BP) konform, der meinte, man dürfe keinesfalls den Kreisel nur als Grashügel anlegen. „Sonst haben wir da schnell ein Schlammloch.“ Man solle dort auf jeden Fall Kopfsteinpflaster verlegen – und nach Möglichkeit breit fugen, damit zwischen den Steinen etwas Grün wachsen kann. Mit zehn zu zwei Stimmen sprach sich das Gremium schließlich dafür aus, verschiedene Kreisel-Varianten von einem Ingenieurbüro ausarbeiten zu lassen.

In der Deisenhofner Straße war alternativ zu den Verschwenkungen auch noch im Gespräch gewesen, die Straße am Ortseingang mit einem Buckel zu versehen. Fünf Gemeinderäte waren dafür, setzten sich aber am Ende nicht durch. Die meisten dachten wie Christina Salzberger, die den Verkehrsfluss in dieser Straße ordentlich verlangsamt haben wollte: „Wir können nicht alles haben wollen, aber nichts machen.“

Die drei Halbinseln, die dann beschlossen worden sind, sind aber auch erstmal Provisorien. Rund 1000 Euro kostet eins davon, und wenn sie an der Deisenhofner Straße nicht mehr gebraucht werden, können sie auch anderswo in der Gemeinde Verwendung finden.

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