Aus einer umgeschnittenen Eiche, die Wenzel Kampschulte (l.) in der Kompostierungsanlage Beigarten gezogen hat, haben er und seine Leute ein „Holzsofa“ herausgeschnitten. Das auch Bürgermeister Sienerth bei der Weiher-Eröffnung ausprobierte.
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Aus einer Eiche, die Wenzel Kampschulte (l.) in der Kompostierungsanlage Beigarten gezogen hat, haben er und seine Leute ein „Holzsofa“ herausgeschnitten. Das auch Bürgermeister Sienerth bei der Weiher-Eröffnung ausprobierte.

Beim Rundgang wird die Neugestaltung sichtbar

Der Ortsweiher ist saniert worden – Lieblingsplatz für Libellen und Frösche

  • VonAndrea Kästle
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Der Straßlacher Ortsweiher hat eine umfängliche Verjüngungskur gut überstanden. Sehr gut sogar.

Straßlach-Dingharting – Im Wasser blühen die Seerosen weiß und rosa, am Ufer im Totholzbereich wurden bereits Ringelnattern gesichtet. Abends quaken hier die Frösche offenbar munterer denn je. Straßlach hat seinen Weiher sanieren und aufhübschen lassen und diese Woche eingeweiht, allerdings ohne Einweihungsfeier.

Mit dem Rad den Weiher umrundet

Es wurden eben lediglich die Absperrbänder, die seit vergangenen September den bis dahin ein wenig öden Tümpel abgeriegelt hatten, entfernt. Was von den Straßlachern durchaus registriert worden ist. Gleich am ersten Tag vormittags machten es sich die ersten Leute auf dem neuen Steg bequem. Sie umrundeten den Weiher mit dem Radl und riefen dem sichtlich erfreuten Bürgermeister zu, wie toll sie alles finden. Auch Hans Sienerth (parteifrei) meinte beim Pressetermin mit dem zuständigen, ortsansässigen Landschaftsgestalter Wenzel Kampschulte: „Ich bin total begeistert.“

Natur kommt zu ihrem Recht

Bei der Neugestaltung der Wasser- und Grünflächen wurde vor allem darauf Wert gelegt, die Natur zu ihrem Recht kommen zu lassen. Entsprechend gibt es einen Bereich, in dem viel Totholz liegt, eine Feuchtwiese kann, wenn es viel geregnet hat, den Überlauf auffangen. Im Weiher und um den Weiher herum blühen jetzt schon oder demnächst 50 bis 100 Pflanzen und Wildblumen. Damit man die „Visitenkarte“ von Straßlach, als die Kampschulte den Tümpel erkannt hat, auch von der Straße aus sehen kann, wurde ein kleiner Bereich am Ufer frei von Bewuchs gehalten und mit einer Nagelfluhkante versehen. 190 000 Euro hat sich die kleine Gemeinde das Ganze kosten lassen, wobei man das, was am aufwendigsten war, gar nicht sieht: Der Weiher wurde tiefer gegraben, das alte Asphaltbett entsorgt und durch eine Folie ersetzt.

Sitzgelegenheiten verteilen sich gut

Entstanden sind außerdem mehrere Sitzgelegenheiten, die sich rund um den Weiher verteilen. Eine lange Bank hier, rausgeschnitten aus einer umgeschnittenen Eiche, ein Steg dort, Riesensteine, die Kampschulte aus der Gegend beim Krimler Wasserfall bezogen hat. Immer wieder blieben Sienerth und er beim Rundgang um die neue Ortsmitte von Straßlach stehen. Freuten sich über den Schwarm Spatzen, die zwischen den Wasserpflanzen Libellen jagten. Zählten die Grünfrösche, Erdkröten, Molche auf, die schon gesichtet wurden. Und nahmen dann fürs Foto auf dem „Holzsofa“ Platz.

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