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Bei der Probe: Die blitzenden Augen der Königin der Nacht werden durch die Stimme von Arabella Wäscher noch tatkräftig unterstützt. Mozart macht’s möglich.

Arabella Wächter singt die Königin der Nacht

„Mozarts Musik die Stimme Gottes“

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Straßlach – Sie ist die Erstbesetzung der Königin der Nacht, wenn sich der Vorhang am Mittwoch, 21. Dezember, um 17.30 Uhr in der Alten Kongresshalle in München hebt.

Arabella Wäscher (17) aus Straßlach wird in Mozarts Zauberflöte eine tragende Rolle spielen, die das Sarré Musikprojekt an den drei Tagen vor Weihnachten präsentiert. Es begleiten Musiker des Bayerischen Staatstheaters unter der Leitung von Liviu Petcu. Alle bekannten Arien und Melodien des Meisterwerks sind in einer leicht gekürzten Fassung zu hören. Der jungen Sängerin macht die Aufgabe, „eine der anspruchsvollsten Opern überhaupt singen zu können, unglaublich viel Freude“. Und dabei hält sie die Zauberflöte im Besonderen für die Krönung von Mozarts Werk. Herausgekommen ist nun eine anspruchsvolle Familieninszenierung, wobei es Regisseurin Julia Riegel wichtig war, die Aura von Mystik und Geheimnis zu erhalten, die ihrer Meinung nach nicht nur diese Oper im Speziellen, sondern das ganze Leben des Salzburgers umgibt.

Arabella Wäscher findet die Musik Mozarts faszinierend, weil man „die Genialität in jeder Note hören und spüren kann“. In ihrem blauen Paillettenkleid, der blonden Perücke, Hochkragen und der Mondsichel darüber wirkt die Straßlacherin wie geboren für die Rolle. Aber sie schlüpft auch noch eine andere. Vormittags für spezielle Aufführungen vor Schulklassen spielt sie die Pamina. Ein größerer Gegensatz ist kaum denkbar. Arabella Wäscher: „Die Rolle der Pamina und die Rolle der Königin sind sowohl in Gesang und Wesensart völlig verschieden. Daher ist es nicht sehr leicht, zwischen beiden Rollen umzuswitchen.“ Pamina ist nach den Worten der 17-Jährigen ein junges, im Allgemeinen fröhliches Mädchen, das vermutlich das erste Mal in seinem Leben unsterblich verliebt ist. Dadurch wird sie unvorsichtig, leichtsinnig und naiv. Ganz anders die vornehme und gleichzeitig aufbrausende Königin, deren Mutterliebe durch die Liebe zur Macht überdeckt wird, wie die Schülerin ausführt.

Die beiden Opern-Figuren sind keine übernatürlichen Wesen, die keine Gefühle haben, findet Arabella Wäscher, sondern sie sind in gewisser Weise Alltagspersonen und streiten sich auch wie Mutter und Tochter im echten Leben. Das Feilen an diesen beiden Rollen, musikalisch und szenisch, bereitet der talentierten Sopranistin einen Heidenspaß – zumal, wenn es um die Zauberflöte geht: „Für mich persönlich ist Mozarts Musik die Stimme Gottes.“

Premiere

ist heute, 21. Dezember, um 17.30 Uhr in der Alten Kongresshalle (Theresienhöhe 15). Weitere Vorstellungen folgen am Donnerstag, 22. Dezember, um 18 Uhr und am Freitag, 23. Dezember, um 17 Uhr. Karten gibt es bei Münchenticket unter Tel. 089/5 481 81 81 oder ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse. Die Karten für Kinder kosten auf allen Plätzen zehn Euro. Ein Überraschungs-Vorprogramm speziell für die jungen Zuschauer beginnt jeweils 30 Minuten vor der Ouvertüre.

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