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Beliebtes Ausflugsziel im Sommer: Am Deininger Weiher sind vor allem Hundebesitzer negativ aufgefallen.

Trotz Ärgers: Kein Wachdienst mehr am Deininger Weiher

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Die großen Seen im Münchner Landkreis werden auch in den kommenden Jahren von Wachdiensten kontrolliert. Mit einer Ausnahme: Am Deininger Weiher zieht der Landkreis die Aufpasser ab. Und das, obwohl es immer wieder Ärger gab.

Landkreis – Die großen Erholungsgebiete im Münchner Landkreis werden auch in den kommenden Jahren von Wachdiensten kontrolliert. Das beschloss der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Es gibt allerdings eine Ausnahme: den Deininger Weiher.

FKK-Bereiche, Grillzonen und Sportareale für beispielsweise Beachvolleyball: Die großen Seen im Landkreis – der Heimstettener und der Unterschleißheimer See sowie der Feringasee – bieten Erholungssuchenden verschiedenste Möglichkeiten zum Entspannen. Damit die nötige Ruhe und Sicherheit auch gewährleistet sind, engagiert der Landkreis München seit 2014 während der Badesaison einen Wachdienst. Das hat sich in den vergangenen Jahren bewährt: Am Feringasee gab es des Öfteren Konflikte zwischen Nacktbadern und dem Wachdienst, der rund um die Landzunge auf die Kleiderordnung pochte.

Die Aufpasser drehen an den drei Seen auch heuer ihre Runden – vom 30. Mai bis zum 31. August. Das beschloss der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Keinen Wachdienst mehr geben wird es allerdings am Deininger Weiher – obwohl er dort nötig erscheint. Denn während des Probebetriebs in den vergangenen zwei Jahren sorgten vor allem uneinsichtige Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner frei umherlaufen ließen, für Unruhe. Doch weil weder Halter noch Tier hören wollten, wird der Wachdienst rund um den See eingestellt. Also aufgeben, weil ein Problem nicht schnell gelöst werden kann? Diese Einschätzung teilt Christine Spiegel, Pressesprecherin im Landratsamt, nicht. „Der Einsatzbereich des Wachdienstes war nur an der Liegewiese und direkt am See. Also ein sehr begrenzter Bewegungsradius.“ Auf den umliegenden Wald- und Spazierwegen habe der Wachdienst keine Befugnisse gehabt. Heißt: Sobald Hundebesitzer sich vom See entfernt haben, hätten sie ihre Hunde laufen lassen können, ohne dass die Aufpasser etwas dagegen hätten tun können.

Und auch am See sei die Wirkung „nicht so groß“ gewesen, erläutert Christine Spiegel. Also wird der Wachdienst eingestellt. Das sei auch eine Frage des Geldes. Kosten und Nutzen würden in keinen Verhältnis stehen.

Am Feringasee, dem Unterschleißheimer und dem Heimstettener See seien die Voraussetzungen komplett anders. Deshalb setzt der Landkreis dort weiterhin auf einen Wachdienst. Welcher Wachdienst engagiert wird, wird unter allen Bewerbern ausgelost. Der Landkreis besitzt die Option, den Vertrag drei Mal, um jeweils ein Jahr zu verlängern. Die vergangenen vier Jahren haben den Landkreis 326 000 Euro gekostet.

Auch interessant: Ärger um Grill-Gelage am Heimstettner See undRettungsaktion am Deininger Weiher

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