Dem TÜV nicht dicht genug: Der Kindergarten-Zaun. 
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Dem TÜV nicht dicht genug: Der Kindergarten-Zaun. 

TÜV-Bericht

Kita hat nicht genug Latten am Zaun - Gemeinde kostet das 25.000 Euro

  • vonAndrea Kästle
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Ein paar Millimeter kommen die Gemeinde Straßlach-Dingharting nun bei ihrem Kindergarten teuer zu stehen.

Straßlach-Dingharting – Eigentlich geht es nur um ein paar Millimeter. Die Latten am Zaun um die „Villa Kunterbunt“, den Gemeindekindergarten in Dingharting, stehen einen Hauch zu weit auseinander. Diese wenigen Millimeter kommen die Gemeine teuer.

Für fast 25 000 Euro wird jetzt ein neuer Zaun um das Areal gezogen, das von vier Seiten eingefriedet werden muss. „Wir sind verpflichtet, unverzüglich für Sicherheit zu sorgen“, begründete Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) die Maßnahme, die im Gemeinderat umstritten war, die dann aber mit zehn zu vier Stimmen beschlossen wurde. Denn die Umgrenzung des Kindergartens wurde vom TÜV, der sämtliche Spielplätze Jahr für Jahr kontrolliert, bemängelt. Denn Abstand zwischen den Zaunlatten ist breiter als die maximal normgerechten 45 Millimeter.

200 Meter Zaun werden neu gemacht

Vor allem Albert Geiger von der Bayernpartei fand das übertrieben. „Der Zaun ist vom Material her noch gut. Es widerstrebt mir, etwas wegzureißen, was seinen Zweck noch erfüllt“, meinte er. Zudem seien die alten Latten „biologisch einwandfrei“, ein neuer Zaun sei vielleicht mit Chemikalien eingelassen – auch nicht ideal, wie er sagte. Man solle „so sparsam wie möglich wirtschaften“. Ihm schloss sich die Grüne Sabine Hüttenkofer an.

Letztlich genehmigte aber die Mehrheit, den Zaun auf der gesamten Länge von rund 200 Metern auszutauschen. Schon vor einiger Zeit musste er mit einer Querlatte stabilisiert werden, erläuterte Sienerth. Zudem wird die neue Eingrenzung des Kindergartens, den die Gemeinde in den vergangenen Jahren aufwendig saniert hat, so gezogen, dass drei Bäume künftig außerhalb stehen. Auch sie stellten, hat der TÜV festgestellt, eine Gefährdung für die Kinder dar.

Neben anderen sprach sich Florian Brunsch, FWG, dafür aus, in den sauren Apfel zu beißen, den Zaun zu erneuern: „Wir müssen den Richtlinien folgen. Und Teile des Zauns sind wirklich schon morsch.“ 

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