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Solche Mitfahrbanken wird es in Straßlach nicht geben. 

Diskussion im Gemeinderat

Zu gefährlich und Konkurrenz für den MVV: Straßlach lehnt Mitfahrbankerl ab

  • vonAndrea Kästle
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In vielen Orten in Bayern gibt es schon sogenannte „Mitfahrbankerl“. Auf die Leute sich setzen, die gern eine Mitfahrgelegenheit in Anspruch nehmen würden. In der Gemeinde Straßlach-Dingharting werden solche Haltepunkte jedoch nicht eingerichtet. Der Gemeinderat ist dagegen. Das sind die Gründe:  

Straßlach-Dingharting – Es fanden sich überhaupt bei der jüngsten Sitzung nur zwei Kommunalpolitiker, die die Einrichtung der Bänke, angeregt von einem Bürger, befürworteten: die beiden Grünen-Abgeordneten nämlich. Sabine Hüttenkofer meinte: „Solche Bänke sind auch gut fürs Miteinander im Dorf.“ Zudem würden die Bänke in Behindertenwerkstätten gefertigt – ein weiterer Pluspunkt.

Jedoch: Alle anderen sahen es anders. Albert Geiger von der Bayernpartei gab zu bedenken: „So ein Bankerl braucht dann auch eine Bucht, in der der Autofahrer anhalten kann. Das wird eine Riesen-Baumaßnahme.“ Später meinte er, so ohne sei die Angelegenheit auch wieder nicht – man wisse ja nie, wer anhalten werde. Junge Mädchen würden, weil das Ganze offiziellen Charakter habe, zu jedem einsteigen. Seine Schlussfolgerung: „I dad’s lassn.“

Ihm schloss sich Christina Salzberger (FWG) an, die fand, die Bänke seien eine „nette Idee“, aber die Gemeinde müsse schon auch schauen, dass sie dem MVV nicht die Kunden wegnehme. Sonst würden die Busse Straßlach-Dingharting noch seltener anfahren. Auch Gertraud Schad (UWV) hatte am Ende Sicherheitsbedenken: „Ich hätte Angst, wenn meine Tochter auf diese Art trampen würde.“  

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