Rund um das Buergerhaus kommt es immer wieder zu Vandalismus
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Das Bürgerhaus in Straßlach.

Ärger in Straßlach-Dingharting

Vandalismus am Bürgerhaus - Videoüberwachung soll helfen

  • vonAndrea Kästle
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Immer wieder randalieren Jugendliche rund ums Bürgerhaus. Jetzt reicht es dem Gemeinderat.

  • Jugendliche beschädigen immer wieder das Bürgerhaus
  • Dagegen will der Gemeinderat nun vorgehen
  • Er hat nun beschlossen, eine Videoüberwachung zu installieren

Immer wieder werden in der kleinen Gemeinde rund ums Bürgerhaus Dinge beschädigt: Abflussrohre werden eingetreten, in einer der letzten Freinächte wurde das Gebäude mit Eiern beworfen. Jetzt hat der Gemeinderat gegen die Stimmen von fünf Beteiligten beschlossen, das Areal mit Videokameras überwachen zu lassen.

Keine leichte Entscheidung

Ganz leichtgefallen ist dem Gremium die Entscheidung aber auch wieder nicht. Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) hatte seine Kollegen gleich zu Beginn der Diskussion gemahnt: „Wer heute ja sagt, sollte den Beschluss dann auch weiterhin mittragen.“

Berechtigt sei die Maßnahme so der Tenor dessen, was er ausführte, so oder so. Letztens sind sogar Jugendliche ins Bürgerhaus eingebrochen, wollten dort an die Stereoanlage kommen und beschädigten dabei die Schwerhörigenschleifen. „Da ist ein Schaden von 5000 Euro entstanden.“ Man habe die Vermutung, sagte der Rathauschef, dass es immer dieselben Jugendlichen sind, auf deren Kappe der Vandalismus geht. Wobei: Es gebe in jeder Generation ein paar junge Leute, die gern über die Stränge schlagen.

Sorge wegen Datenschutz

Fast alle Gremiumsmitglieder, die sich zu Wort meldeten, waren dafür, das Areal, auf das Straßlach-Dingharting so stolz ist, zu überwachen. Nur Sabine Hüttenkofer von den Grünen sprach sich dagegen aus. Auch sie finde, sagte sie, den Vandalismus „absolut schlimm“, jedoch: „Ich glaube nicht, dass wir das Problem mit einer Videokamera in den Griff kriegen. Es ist dünnes Eis, auf das wir uns begeben.“ Wer könne schon garantieren, dass man auf den Bildern die Leute auch erkennt? Und was sei mit dem Datenschutz?

Peter Schneider von der UWV hingegen sagte: „Ich glaube schon, dass eine Kamera abschreckende Wirkung hat.“ Man müsse die Liegenschaften der Gemeinde schützen, inwieweit die Videoüberwachung dazu beitrage, könne man gut am Bürgerhaus testen. Ihm schloss sich Florian Zweckinger, CSU, an, der meinte: Es sei „unerlässlich“, endlich durchzugreifen, das Bürgerhaus sei der Stolz „unseres kleinen Dorfes“.

Er ist sich sicher: Wenn die Kameras installiert sind, „haben wir innerhalb kurzer Zeit Ruhe“. Auch Albert Geiger, Bayernpartei, dachte in die Richtung, er sagte, wenn man nichts unternehme, könnten die Sachbeschädigungen ein noch größeres Ausmaß annehmen. Mit zehn zu fünf Stimmen wurde dann beschlossen, Angebote für eine Überwachungsanlage einzuholen.

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