"Streetdevil" macht mobil

- Teuflische Versuchung aus Oberhaching

Oberhaching - "Streetdevil" heißt der teuflische Sommertrend. Was sich hinter diesem diabolischen Namen verbirgt, könnte das neue Umwelt schonende Fortbewegungsmittel für die Stadt werden: ein Elekro-Roller mit Zulassung für den Straßenbetrieb. Entwickelt hat ihn die Firma Global Generation Cult aus Oberhaching.

Junge Entwickler wollen Marktführer werden

Seit September 2001 tüftelten die beiden Jungunternehmer Athanasios Vamparis (31) und der 33-jährige Thomas Grübel an der Entwicklung des "Straßenteufels". Grübel und sein Partner seien bestrebt, weltweit Marktführer zu werden. Seit Ende Februar wird der in China produzierte Roller in Deutschland angeboten. "Die Leute nehmen ihn sehr gut an", freut sich Grübel. Bundesweit sind bislang rund 3000 Stück verkauft worden. Seit dieser Woche bietet der Lebensmitteldiscounter Norma in seinen Fillialen das Gefährt für 499 Euro an. In Europa, wo der Vertrieb seit etwa zwei Monaten läuft, verkauft es sich nach Aussage von Grübel "in Schweden und Holland am besten".

Ausgestattet mit einem 300-Watt-Elektromotor und zwei Akkus, erreicht der Roller eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern, bei einer Reichweite von bis zu 20 Kilometern. Einmal geleert, können die Akkus an jeder beliebigen Steckdose aufgeladen werden. Aus Kostensicht ist das neue Gefährt kaum zu schlagen. Pro 100 Kilometer fällt nur ein Euro Stromkosten an. Eine Kraftfahrzeug-Steuer muss nicht entrichtet werden, und die Versicherung hält sich mit etwa 80 Euro im Jahr ebenfalls in Grenzen. Alle Frischluftfanatiker dürfte besonders freuen, dass für den "Streetdevil" keine Helmpflicht besteht. Wer den Mofa-Führerschein hat, beziehungsweise vor dem 1. April 1965 geboren wurde, darf den "Teufel reiten".

Positiv aus der Sicht Grübels ist die Tatsache, dass durch eine strengere Abgasnorm für Mofas die Hersteller in arge Bedrängnis geraten und dies den Absatz des abgasfreien Elektro-Rollers verbessern könnte. Trotz dieser positiven Aussichten wird bei Global Generation Cult aber weiter hart gearbeitet. So soll ein Vertrieb in den USA aufgebaut werden. Leistungsstärkere Version in Entwicklung

Außerdem sind weitere Modelle des "Streetdevils" geplant, die mit besseren Akkus auch eine größere Reichweite ermöglichen. "Bisher ist es ein Funmobil, aber richtig interessant wird es, wenn die Leistung stimmt", sagt Grübel. Eine stärkere Version mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ist in Entwicklung.

Peter Wilfling

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