So sieht also Jutta Franklins „Alie vom Asteroiden 22“ aus, kommt einem ´gar nicht so außerirdisch vor. Foto: bro

Symbole heimischer Glückseligkeit gesucht

Oberhaching - „Typisch München“ heißt die Dauerausstellung, die 2008 im Münchner Stadtmuseum eröffnet wurde. Die Motive sind nun im Oberhachigner Rathaus zu sehen.

Die Grafikerin Leonie Röcker, damals noch Studentin im Fach Kommunikationsdesign, hat die Plakate dafür entworfen. Sie zeigen „typisch münchnerische“ Motive als Schattenriss in Dreiergruppen: Jeweils zwei anerkannten, positiven Symbolen wird auf einem einfarbigen Hintergrund ein drittes gegenübergestellt, das neu oder umstritten ist oder belächelt wird. So gesellt sich zur Frauenkirche und zum Chinesischem Turm eine Moschee; die Simplizissimus-Bulldogge und der Olympia-Dackel werden von Moshammers Daisy begleitet. Im Foyer des Rathauses sind diese Plakate derzeit zu sehen.

Ausgestellt werden darüber hinaus unveröffentlichte Vorstufen und Varianten. Sie zeigen den Weg zu den Plakaten, die ansprechend und eingängig zugleich sind. Für den zweiten Teil der Ausstellung werden Kommentare von Besuchern gesammelt, die sich in Text oder Bild dazu äußern können, was für sie „typisch München“ ist. Kunstschaffende aus der Region haben eigene Bilder an die Stellwände gehängt. Bei Jutta Franklin ist etwa die „Alie vom Asteroiden 228 Buppilove auf der Wiesn“ gelandet. Ein fröhliches Mädchen steht auf einem Biertisch. Der blaue Hintergrund ist voller Herzen, die außerirdische Alie hält einen Bierkrug und eine Brezn in der Hand. Typisch für München findet ein anderer Ausstellungsbesucher dagegen, „dass ich in Oberhaching wohne“. Auch während die Ausstellung läuft, können noch Beiträge eingereicht werden. Wer sich beteiligen möchte, kann seinen Beitrag in Form von Schlagworten oder kurzen Texten sowie Skizzen, Gemälden oder Fotografien im Kulturamt, im Bürgerbüro oder in der Bibliothek abgeben. Im Foyer liegen entsprechende Zettel aus.

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