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Mit diesem Auto baute ein 72-Jähriger erst einen Unfall - und fuhr dann ungerührt weiter.

Aus der Kurve geflogen, Schilder überfahren

Rentner baut Unfall auf der A8 - und fährt mit diesem Auto weiter

Taufkirchen - Eine regelrechte Amokfahrt hat ein Rentner am Montag auf der A8 hingelegt. Auch nachdem er aus einer Kurve flog und in diverse Schilder krachte, dachte er nicht ans Anhalten.

Dieser Vorfall macht selbst hartgesottene Polizeibeamte ratlos: Ein 72-jähriger Rentner fuhr am Montagmittag regelrecht Amok und zeigte, nachdem er gefasst wurde, keinerlei Einsicht.

Der 72-Jährige war gegen 13.30 Uhr auf der A 8 Richtung Salzburg unterwegs. Als er bei der Abfahrt Taufkirchen-Ost ausfahren wollte, passierte es: Der Audi des Rentners war viel zu schnell für die scharfe Rechtskurve und schoss statt nach rechts einfach geradeaus.

Der Rentner fand sich daraufhin auf einer Wiese wieder. Statt allerdings auf das Bremspedal zu drücken, fuhr er weiter und nahm dabei mehrere Verkehrsschilder mit. Den krönenden Abschluss bildete ein Sprung mit dem Fahrzeug über den neben der Ausfahrt liegenden Erdwall.

Zeugin ruft die Polizei - dann die Überraschung

Eine Zeugin, die den Unfall beobachtet hatte, rief daraufhin die Polizei und berichtete, ein Auto hätte sich an der A 8 überschlagen.

Die Polizei fand nur noch eine Spur der Verwüstung, die der Rentner hinterlassen hatte.

Doch als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, die große Überraschung: Von einem verunglückten Wagen war nichts zu sehen. Der Rentner hatte eine Spur der Verwüstung hinterlassen und war offensichtlich danach einfach weitergefahren.

Die Polizeibeamten suchten daraufhin die Umgebung ab und fanden tatsächlich Reifenspuren auf dem Grünstreifen. In Richtung Autobahn. Der Rentner war nach dem Crash anscheinend einfach wieder auf die Autobahn aufgefahren.

Polizei folgt der Ölspur des Wagens über die Autobahn

Hinterher, dachten sich die Polizisten und folgten der Ölspur über die Autobahn. Bei Unterhaching Nord konnte der flüchtige Rentner mit seinem demolierten Auto dann gestoppt werden. Die Weiterfahrt wäre ohnehin schwierig geworden, da sich der vordere linke Reifen mittlerweile fast gänzlich von der Felge gelöst hatte.

Nach der Unfallflucht zur Rede gestellt, wollte sich der Rentner zunächst gar nicht äußern. "Es sei ja schließlich niemand verletzt worden", meinte er erst später zu den Beamten. Eine Erklärung für sein Verhalten gibt es nicht, der Alkoholtest war negativ.

Am Audi des 72-Jährigen entstand Sachschaden in Höhe von rund 18.000 EUR. Den angerichteten Fremdschaden schätzten die Beamten auf 5.000 EUR. Die Polizei hat ernsthafte Konsequenzen für den Rentner angekündigt.

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