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Viele StartUps zieht ’s nach Ottobrunn: Auf dem Ludwig-Bölkow-Campus haben sich zahlreiche junge Unternehmen angesiedelt.

Söders Programm soll Standort Ottobrunn/Taufkirchen beleben

„Bavaria One“: Gründerzentrum für Raumfahrt geplant

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Autonomes Fliegen, Biokerosin aus Algen und Drohnen-Forschung: Der Ludwig-Bölkow-Campus an der Grenze zwischen Ottobrunn und Taufkirchen vereint etliche, teils weltweit agierende Unternehmen der Luft- und Raumfahrt. Nun soll das Areal nach Wunsch des Landkreises zum neuen, inzwischen fünften Gründerzentrum im Kreis werden.

Taufkirchen/Ottobrunn – Der Kreisausschuss befasst sich am kommenden Montag, 7. Mai, mit dem Thema, dem Ministerpräsident Markus Söder (CSU) durch seine Pläne für das bayerische Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ kräftig Schub verliehen hat.

Denn ein entscheidender Teil dieses Programms ist die für rund 100 Millionen Euro geplante Fakultät der Technischen Universität München in Ottobrunn/Taufkirchen. Der genaue Standort ist noch unbekannt. Aber klar ist: Sowohl Söder als auch der Landkreis denken sofort an den Ludwig-Bölkow-Campus, der auf Taufkirchner Flur liegt. Denn mit Airbus und Siemens sind dort bereits namhafte Firmen, die ein Programm wie „Bavaria One“ realisieren könnten. Und schon heute wird auf dem Campus im Bereich der Luft- und Raumfahrt geforscht, unter anderem an der Herstellung von Biokerosin aus Algen, also an grüner Luftfahrt.

Die Fakten, die seit der Regierungserklärung Söders vor rund zwei Wochen, die Runde machen: TU-Präsident Wolfgang Herrmann will die neue Fakultät für bis zu 4000 Studenten in fünf Jahren eröffnen. Dem TU-Präsident geht’s um visionäre Themen wie autonomes Fliegen, fliegende Automobile und die Drohnen-Forschung. Wozu auch gibt’s ganz in der Nähe das Gründerzentrum „gate“ mit einem der schnellsten Superrechner Deutschlands? Kooperationen bieten sich an. Ebenso wie mit der Bundeswehr-Uni in Neubiberg, wo ebenfalls über Luft- und Raumfahrt gelehrt wird. Somit könnte sich der Südosten im Landkreis zu einem Zentrum für die Zukunftsthemen überhaupt entwickeln.

Fest dürfte stehen, dass der Campus als Gründerzentrum geplant ist. Denn die Politik von Landrat Christoph Göbel (CSU) ist es, jungen Unternehmen als StartUps eine Chance zu geben, die Innovationsfähigkeit junger Forscher für den Standort zu nutzen und diese Fachkräfte vor Ort zu halten. Genauso wird er es im Süden halten – ob nun in Ottobrunn oder Taufkirchen. Im „Luft- und Raumfahrtcluster Taufkirchen/Ottobrunn“ soll das fünfte Zentrum aufgebaut werden. Im Landratsamt herrscht Zuversicht, den Standort nicht nur mit visionären Entwicklungen zu stärken. Wie das Beispiel Garching zeigt, entstehen durch StartUps qualifizierte Arbeitsplätze für die Region. Zulieferer profitieren. Der Kreis ist guter Dinge, nach der Krise der Luft- und Raumforschung in der Region, dem massiven Stellenabbau bei Airbus und EADS, einen neuen Aufschwung zu erleben. Airbus und Siemens gelten als Zugpferde.

Darum wird sich der Kreis wahrscheinlich auch am neuen Gründerzentrum finanziell beteiligen. Auch wenn die Diskussion um Söders Regierungserklärung im Landtag durchaus kontrovers lief, und der Fraktionschef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, den Ministerpräsidenten am liebsten „auf den Mond“ geschossen hätte. Die Kreistags-Fraktionen dürften das anders sehen. Sie werden sich im Kreisausschuss das von Göbel als „Industrie 4.0“ vorgestellte Projekt am Montag erst einmal anhören. Über Geld soll noch nicht gesprochen werden.

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