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Was auf Booten funktioniert, sollte auch auf einem Balkon klappen: Bernhard Jehle (l.) schenkt Thilo Nohr das nützliche Gestänge.

Erfindung, um Vögel loszuwerden

Möwenschreck gegen Taubenplage

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In ihrem Kampf gegen die Tauben sind Jutta und Thilo Nohr aus Taufkirchen nicht mehr allein. Bernhard Jehle (52) aus Neukeferloh hat den Bericht über das Ehepaar im Münchner Merkur gelesen – und angeboten, zu helfen.

Taufkirchen – 2014 entwickelte Jehle den „Möwenschreck“, der Vogeldreck von Sportbooten fernhalten soll (siehe Kasten). Nun hat Jehle seine Erfindung kostenlos auf dem Balkon des Taufkirchner Ehepaars installiert. Nicht zur Abwehr von Möwen, sondern von Tauben. „Ich glaube, das kann funktionieren“, sagt Jutta Nohr mit Blick auf die zwölf Edelstahlstäbe, die der Wind in Bewegung hält.

Bislang hatten die Nohrs gegen die Tauben, die Nester und den Dreck keine Chance. Auf ihrem Balkon hängen Schnüre mit Alufolie und eine Krähen-Attrappe, die die Tauben vertreiben sollten. Ohne Erfolg. „Wir zerstören die Nester, wir kratzen den Dreck von den Balkonen und Brüstungen, wir haben Lichtsignal-Anlagen ausprobiert, aber die Tiere gehen nicht fort“, klagte Jutta Nohr (78) auf der Bürgerversammlung.

Seither hat das Ehepaar viel Unterstützung erfahren. „Uns haben Nachbarn auf den Bericht angesprochen“, erzählt Thilo Nohr. „Sie finden es gut, dass wir das Thema öffentlich gemacht haben.“ Ein Mann aus Oberschleißheim hat ihnen sogar einen handschriftlichen Brief geschickt, mit dem Vorschlag, ein Netz an einer Vorhangstange zu befestigen. So könne man es mühelos zur Seite schieben, wenn man den Balkon nutzen will. „Die Konstruktion hat er uns ganz genau aufgeschrieben. Ist das nicht nett?“, fragt Jutta Nohr.

Mehr als von einem Netz verspricht sie sich dennoch vom „Möwenschreck“. Bernhard Jehle „Wir haben drei, vier Kunden, die uns von positiven Erfahrungen bei der Tauben-Abwehr berichtet haben.“ Von Jutta und Thilo Nohr erhofft sich der Unternehmer nun weitere Erfahrungswerte. „Wir werden uns sicher melden“, sagt Jutta Nohr.

Auch im Englischen Garten

wurde Bernhard Jehles „Möwenschreck“ in diesem Sommer eingesetzt. Allerdings nicht zur Abwehr von Tauben, sondern gegen die Rabenkrähen. Parkchef Thomas Köster ließ die schwingenden Geräte im August auf den Pavillons rund um den Chinesischen Turm installieren; beim Biergarten dort finden die Vögel besonders viel Futter. Gegenüber der tz sprach Köster von einem „massiven Krähenproblem im Englischen Garten“. Die ansässige Kolonie schätzte er im Sommer auf 300. „150 wären okay.“

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