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Dichter Rauch erschwert die Arbeit der Feuerwehr Taufkirchen. Soeben retten die Einsatzkräfte das 14-jährige Mädchen aus dem Dachgeschoss.

Brand in Reihenhaus in Taufkirchen

Feuerwehr rettet Mädchen (14) in letzter Sekunde

Taufkirchen - In letzter Sekunde hat die Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen am Sonntag ein Mädchen gerettet.

Mit einer Steckleiter befreite die Feuerwehr das Mädchen, das zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Alarm bei der Feuerwehr war gegen 20 Uhr eingegangen. Der Keller des Reihenhauses stand aus bislang ungeklärter Ursache in Flammen. Als die neun Einsatzwagen eintrafen, hatte sich der Brand bereits massiv entwickelt. „Die Anwohner haben uns gesagt, dass im Dachgeschoss noch die Tochter der fünfköpfigen Familie gefangen ist“, sagte Thilo Hoffmann, Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen. „Durch die starke Rauchentwicklung war das am Fenster stehende Mädchen nicht mehr zu sehen.“ Die Mutter und die anderen Töchter waren schon außer Gefahr, der Vater der Familie war nach Angaben der Feuerwehr nicht zu Hause. Erst als die 14-Jährige gerettet und medizinisch versorgt war, begannen die Löscharbeiten. Die Brandintensität war mittlerweile schon so groß, dass die 32 Einsatzkräfte nicht mehr von innen löschen konnten. „Über die Abzugsschächte haben wir den Keller dann von außen mit Löschschaum geflutet“, erklärt Hoffmann. Erst eine halbe Stunde später – als der Brand unter Kontrolle gebracht war – konnten die Feuerwehrleute das Haus betreten und das Feuer endgültig löschen. Die benachbarten Reihenhäuser mussten evakuiert und über Nacht gelüftet werden. „Kohlenmonoxid war eingedrungen“, sagt Hoffmann. Erst gestern in der Früh konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Wodurch der Brand ausgelöst wurde, ist derweil noch völlig unklar. Der von der Polizei angeforderte Brandfahnder konnte am Sonntag aufgrund der hohen Temperaturen das Gebäude noch nicht betreten. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mehrere Hunderttausend Euro.

Michael Hoffmann

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